Soforthilfe-Übersicht

Liebe Leute,

an dieser Stelle möchten wir einen aktuellen Überblick über die Soforthilfsmaßnahmen in Bayern liefern, auch wenn dieser ein wenig ernüchternd ist. Vielen Dank dieser Stelle für eure Mails und Anrufe. Wir hoffen, wir konnten ein wenig Licht ins Dunkel bringen und bedanken uns im Gegenzug für eure Auskünfte zu eurer Situation, insbesondere bei Parvenue.

Übersicht der Soforthilfmaßnahmen

UPDATE: KSK-MITGLIEDSCHAFT NICHT MEHR PFLICHT!

Viele haben bestätigt, dass sie durchs Raster fallen, aber natürlich gleichwohl vom Berufsverbot betroffen sind. Sei es wegen der “fehlenden” Betriebskosten bei Solo-Selbstständigen oder der Tatsache, dass für sie eine KSK-Mitgliedschaft berufsbedingt nicht in Frage kommen; feststeht, dass die aktuellen Maßnahmen dringend nachgebessert werden müssen. Die Stadt Nürnberg scheint schon einmal zumindest vorsichtig auf die offenen Briefe aus der freien Szene einzugehen und stattet einen Notfall-Topf mit 100.000€ aus. Außerdem fehlen bisher noch weitere Details zu den angekündigten 1000€ für KSK-Mitglieder und ob diese sich dann für weitere Maßnahmen disqualifizieren. Wir werden euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.
Ausgespart haben wir in der Grafik Kurzarbeit, Steuerstundung etc., die hier der Vollständigkeit halber noch erwähnt werden sollen.

Zudem wollten wir eine kleine Übersicht über alle Beteiligten an einer üblichen Konzertproduktion geben, um zu eine einfachere Einordnung zu ermöglichen. Wir mussten allerdings schnell feststellen, dass ein “kleiner” und zudem detaillierter Überblick wegen der schieren Anzahl an Beteiligten unmöglich ist. Vielen Dank an dieser Stelle an Andi Wallner, Geschäftsführer des Z-Bau, für die ausführlichen Informationen.
Hier ein grober Überblick:

Übersicht über die Beteiligten an einer Konzertproduktion

Die ausgelobten KfW-Kredite mit Corona-Sonderkonditionen stehen in der Kritik, da der Staat im Falle eines Ausfalls nur 90% der Ausfallsumme trage und die 10% Restrisiko den Hausbanken bei vielen selbstständigen AnstragsstellerInnen zu heiß seien. Daraus folgen Absagen an jene, die das Geld am dringendsten benötigen.

Viele von euch haben auch die fehlende Perspektiven und die unklaren Ansagen seitens der Politik moniert. So ist beispielsweise nach wie vor nicht geklärt, was denn nun eine Großveranstaltung sei und was nicht. Dadurch sei es unmöglich konkrete Pläne zu schmieden. Ende nicht absehbar. Und “solange es eine Distanzvorgabe geben muss, sind Konzerte und Auftritte vor Publikum nicht kostendeckend zu realisieren.” Punkt.
Der VPBy hat hierzu einen offenen Brief an MP Söder verfasst, dem sich 140 MusikerInnen und 200 DienstleisterInnen (u.a. auch POP! ROT WEISS) angeschlossen haben. Ein langfristiger Rettungsschirm für die ganze Branche sei unverzichtbar.

Einen Überblick über die sonstigen Maßnahmen der GEMA, GVL und Initiative Musik haben wir in unserem ersten Artikel zusammengefasst.

Für weitere Fragen (auch über Corona hinaus) sind wir nach wie vor telefonisch, per Mail oder direkt via Kontaktformular zu erreichen.

Habt ihr Ergänzungen, Korrekturen, Anmerkungen, Fragen? Schickt sie gerne direkt durch!

Vielen Dank und bleibt gesund!