Logo der KSK

Wie komme ich in die Künstlersozialkasse?

Für die meisten Musiker*innen ist die Künstlersozialkasse ein riesige finanzielle Erleichterung. Wo unternehmerische Selbstständige ihre Sozialversicherungskosten komplett selbst stemmen müssen, übernimmt der Staat für Künstler*innen die Hälfte der Beiträge. Aber wusstest Du, dass die KSK gar nicht freiwillig ist, sondern Pflicht? Und dass sie selbst gar keine Versicherung ist? Wenn Du bisschen mehr verstehen willst, was die KSK eigentlich ist und woher das Konstrukt kommt, lies Dir den ganzen Artikel durch. Wenn Du einfach wissen möchtest, wie Du in die KSK kommst und welche Voraussetzungen Du erfüllen musst, scroll nach unten.

Sozialversicherung ist Pflicht

Seit 1983 fördert der Bund über die Künstlersozialkasse Kreativschaffende, indem er ihnen den Zugang zur gesetzlichen Sozialversicherung ermöglicht. Natürlich war es vorher möglich, sich selbstständig oder freiberuflich künstlerisch zu betätigen, man musste sich dabei aber auch freiwillig versichern und damit den vollen Beitrag selbst zahlen. Angestellte sind bis zu einem bestimmten Einkommen verpflichtet, sich gesetzlich zu versichern und zahlen nur grob die Hälfte des Beitrags für die Sozialversicherung. Den anderen Teil übernimmt der Arbeitgeber. Im Laufe der 70er Jahre wurde mehr und mehr klar, dass Kreativschaffende in der Regel nicht über adäquate finanzielle Mittel verfügen, um sich entsprechend zu versichern. Daraufhin beschloss man, dass unter bestimmten Voraussetzungen der Bund in Form einer Künstlersozialkasse einen Teil der Kosten übernimmt – ähnlich wie der Arbeitgeber in Angestelltenverhältnissen.

KSK ist keine Versicherung

Die KSK sorgt also dafür, dass Künstler*innen und Publizist*innen einen ähnlichen Versicherungsschutz genießen wie Arbeitnehmer*innen. Dabei bietet sie selbst keine Versicherungen an, sondern bezuschusst die Beiträge zu Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ihrer Mitglieder, die bei den gängigen Krankenkassen versichert sind. Damit steht selbstständigen Künstler*innen und Publizist*innen der gesamte gesetzliche Leistungskatalog zur Verfügung. Bei welcher Krankenkasse man sich versichert, ist in der Regel frei wählbar. Große Unterschiede im Angebot gibt es aber sowieso nicht.

Woher hat die KSK ihre Mittel?

Während rund die Hälfte der monatlichen Beiträge selbst aufzubringen sind, wird der Rest von der KSK an die Krankenkasse überwiesen. Das Geld dafür bekommt die KSK zu 2/5 aus staatlichen Mitteln und zu 3/5 aus Abgaben von Verwerter*innen der künstlerischen und publizistischen Erzeugnisse. Wer also regelmäßig künstlerische Leistungen bucht, muss eine Abgabe (4,2% des Dienstleistungswertes) an die KSK zahlen.

Wie hoch ist der Beitrag zur Versicherung?

Die Beitragsbemessung erfolgt durch die Krankenkasse, beruht aber auf der Meldung des voraussichtlichen Jahreseinkommens, das man jeweils im Dezember des Vorjahres der KSK melden muss. Verändert sich diese Prognose im Laufe des Jahres, kann sie jederzeit angepasst werden. In manchen Fällen prüft die KSK stichprobenartig ihre Mitglieder, ob die gemeldeten Jahreseinkommen der Realität entsprechen. Betrüger*innen müssen mit einer Strafe rechnen.

Für Künstler*innen ist die KSK Pflicht

Die Künstlersozialkasse prüft die Berechtigung und zahlt den Teil des Beitrags, den bei Angestellten der Arbeitgeber an die Kranken- und Rentenkasse und die Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abführt. Normalerweise zahlen Freiberufliche und Selbstständige nämlich diese Beträge komplett alleine.

Selbstständige Musiker*innen (die keine Mitarbeiter*innen haben) sind bei der KSK grundsätzlich versicherungspflichtig. Das Einzige, das den Eindruck erwecken könnte, dass es eine freiwillige Entscheidung wäre, ist oft das Gerede von: „Wie komme ich in die KSK?“

Das Gesetz sagt im Grunde, dass Künstler*innen und Publizist*innen grundsätzlich versicherungspflichtig sind (§1 KSVG Nr. 1). Dass heißt, sie können sich nicht aussuchen, ob sie sich freiwillig gesetzlich versichern oder doch zu einer privaten Krankenversicherung wechseln – sie sind pflichtversichert. Die Wahl hat man erst ab einem jährlichen Einkommen von 64.350 Euro für 2022 (ergibt sich aus §6 SGB V Abs. 6).

Mindestens 3900 Euro pro Jahr, außer…

Versicherungsfrei allerdings sind diejenigen, welche pro Jahr weniger als 3.900 Euro mit dieser Tätigkeit verdienen. Diese Regel wiederum gilt nicht für die ersten drei Jahre, in denen man erstmals als Künstler*in tätig ist. Eine Ausnahme noch: Man bleibt versicherungspflichtig, wenn innerhalb von sechs Jahren die Einkommenshürde von 3.900 Euro nur zweimal unterschritten wurde. Der Gesetzgeber hat extra für 2020-2022 eine Ausnahme mitreingeschrieben (§3 KSVG).

Wie komme ich in die KSK?

Wer von der KSK bezuschusst werden möchte, stellt auf deren Homepage einen Antrag. Wichtig dafür sind Nachweise der selbstständigen künstlerischen Tätigkeit:

  • Belege Deiner Finanzen (Kontoauszüge, Quittungen, Vereinbarungen per Mail, Eigenbelege in der Buchführung (formlose Erklärung der Einkünfte, ansonsten kann es Steuerhinterziehung sein) etc.)
  • Belege von Gastspielverträge (Mails etc.)
  • Homepage, Social Media, Videos
  • Businessplan könnte evtl. etwas bringen
  • Steuern, Meldungen ans Finanzamt
  • Mitglied bei GEMA, GVL zu sein ist von Vorteil
  • keine andere Beschäftigung, die finanziell und zeitlich die Kunst übersteigt

Wie viel muss ich verdienen?
Dein jährliches Arbeitseinkommen (Einnahmen-Ausgaben der künstlerischen Tätigkeit) muss über 3900 Euro liegen. Außer in den ersten drei Jahren. Daneben darf innerhalb von sechs Jahren dieser Wert nur zweimal unterschritten werden.

Wie hoch ist der Beitrag?
Der Beitrag berechnet sich wie bei allen anderen gesetzlich Versicherten anhand Deines Bruttoeinkommens (Einnahmen-Ausgaben) und liegt 2022 bei einem jährlichen Verdienst von 10.000 Euro ca. bei 154 Euro. Hier findest Du einen Beispielrechner.

Darf ich nebenher noch arbeiten?
Bei einer geringfügigen Beschäftigung (bis 450 Euro pro Monat) ist das kein Problem. Bei mehr Verdienst (selbstständig oder angestellt) prüft die Krankenkasse, bei der Du versichert bist (z. B. TK, IKK, AOK, BKK etc.), welcher Job Dein Haupterwerb ist. Ausschlaggebend dafür sind der jeweilige Verdienst und die Zeit, die Du in den Job steckst.

Die KSK ist keine Krankenkasse!
Bei einer erfolgreichen Anmeldung bei der KSK überweist Du ihr zwar jeden Monat Deine Hälfte des Krankenkassenbeitrags, Du bist aber trotzdem bei einer der gängigen gesetzlichen Krankenkassen versichert. Die setzt Deinen Beitrag fest, den die KSK an die Kasse schließlich komplett überweist. Darin enthalten sind Deine vorher überwiesen Hälfte und die andere Hälfte, die der Staat durch die KSK für Dich übernimmt.

POP! ROT WEISS berät Dich kostenlos

Bei Fragen beraten wir Dich gerne kostenlos. Schreib uns einfach eine Mail an popularmusikberatung@bezirk-mittelfranken.de oder an die kontakt@pop-rot-weiss.de und wir telefonieren, videocallen oder treffen uns auf ein kühles Getränk (soweit möglich).


Starthilfe! - Die Mikroförderung des Bezirk Mittelfranken

Wir freuen uns sehr euch mitteilen zu dürfen, dass unser Mikoförderprogramm "Starthilfe!" ab sofort online und beantragbar ist.

Die Starthilfe!

Letzten Sommer haben wir die "Starthilfe!" im Kulturausschuss des Bezirk Mittelfranken wegen der vielen defizitären Konzerte auf den Weg gebracht, die in dieser Zeit stattfanden. Eine schnelle unkomplizierte Lösung für kleine Förderbeträge wurde gesucht und durch die Unterstützung aller Fraktionen im Bezirkstag auch schließlich gefunden. Dafür möchten wir an dieser Stelle Danke sagen!

Doch nicht nur für Konzerte unter Hygieneauflagen soll die Starthilfe! gelten, sondern auch für Ton- und Bildaufnahmen (z.B. produzierte Live-Streams, Videos, Musikaufnahmen). Dadurch wollen wir insbesondere Newcomer jeden Alters und unbekannte Künstler:innen unterstützen, die es während der Pandemie noch schwerer haben als zuvor. Bereits vor Corona waren Konzerte und sonstige Musik-Veranstaltungen mit lokalen Acts oft ein Draufzahl-Geschäft. Durch die Starthilfe! möchten wir zumindest einen Anreiz für mittelfränkische Veranstalter:innen schaffen, auf die Acts von nebenan zu setzen. Außerdem möchten wir euch dabei helfen eure Musik auch über die Grenzen Mittelfrankens zu tragen. Oft übersteigen Fahrt-und Reisekosten die schmale Gage, die es für kleine Acts gibt. Hier hilft die Starthilfe! ebenfalls.

Was gibt es zu beachten?

Die Starthilfe! ist eine Defizitförderung. Das heißt: Sollten eure geplanten Vorhaben wegen fehlender Mittel scheitern, fangen wir mit der Starthilfe! diesen Betrag auf. Der Förderbetrag ist momentan auf 250€ gedeckelt und muss mindestens 50€ betragen. Bitte lest euch unbedingt unsere Hinweise zum Finanzierungsplan durch.

Wir haben versucht den Antrag so einfach und kurz wie möglich zu gestalten und trotzdem maximalen Datenschutz zu gewährleisten. Daher bitten wir auch den ausgefüllten Antrag per Post an Bezirk Mittelfranken, Postfach 617, 91511 Ansbach zu schicken.
Ihr könnt allerdings zur Beschleunigung der Bearbeitung gerne die PDF im Vorfeld per Mail an popularmusikberatung@bezirk-mittelfranken.de schicken. Vielen Dank und sorry für die Umstände.

Außerdem möchten wir bereits im Vorfeld auf Punkt 4.4 der Richtlinien aufmerksam machen. "Im Falle einer Förderung ist auf den Zuschuss des Bezirks Mittelfranken hinzuweisen". Bei Veranstaltungen / Konzerten und sonstigen Bild-/Video-Formaten sollen daher im besten Falle die Logos (Bezirk/P!RW) in die Kommunikation aufgenommen werden. Ansonsten kann in Posts / Beiträgen auf die Unterstützung hingewiesen werden. Vielen Dank im Voraus :)!

Im Nachgang benötigen wir für die Rechnungsprüfung einen Verwendungsnachweis inklusive Rechnungen bzw. Quittungen.

Alle weiteren Richtlinien findet ihr hier.

WICHTIG: Tretet rechtzeitig mit uns in Kontakt. Wir helfen euch gerne bei der Antragstellung. :)

Beispiele:

  • Ihr wollt ein Konzert mit lokalen Bands veranstalten, allerdings decken die Einnahmen aus Kartenverkäufen wahrscheinlich nicht die Produktionskosten (Technik, Honorare, Verpflegung, GEMA etc.). Hier greift die Starthilfe!.
  • Ihr plant ein Streamingkonzert / eine Musikaufnahme und benötigt jedoch noch externe Technik bzw. Hilfe dafür? -> Starthilfe!
  • Ihr werdet zu einem Radioauftritt nach München eingeladen, habt allerdings kein Auto und müsst irgendwie eure Instrumente mitbringen? -> Starthilfe!

Ihr habt ein anderes Anliegen? Schreibt uns, wir schauen uns die Sache an.

 

Neben der Mikroförderung gibt es weiterhin die "große" Kulturförderung über einen Antrag beim Kulturausschuss des Bezirk Mittelfranken. Hier findet ihr alle Förderunterlagen; scrollen bis "Förderung der Musik".
Die Förderung richtet sich allerdings vorwiegend an gemeinnützige Veranstalter:innen, Projekte und Musikvereine. Daher sei an dieser Stelle an die Initiative Musik verwiesen. Diese übernimmt bis zu 40% der Projektkosten (Musikproduktion, Promotion, Touring).


Downloads zur Starthilfe

Antrag Starthilfe Popmusik (PDF-Datei)

Verwendungsnachweis Starthilfe Popmusik (PDF-Datei)

Richtlinien zur "Starthilfe Popmusik"


Workshops!

Workshops! Workshops! Workshops!

GO PROFESSIONAL - WORKSHOPREIHE 2021 - PROFIS AUS DER MUSIKINDUSTRIE IN DER MUSIKZENTRALE NÜRNBERG

Neun Workshops für Musikerinnen und Musiker finden im Herbst in der Musikzentrale Nürnberg statt - ermäßigte Konditionen für Teilnehmer*innen aus Mittelfranken

Workshops!

Auch dieses Jahr findet in der Musikzentrale wieder die „Go Professional“ Workshopreihe statt. In insgesamt neun Qualifizierungsworkshops mit unterschiedlichen Themen-schwerpunkten geben renommierte Dozentinnen und Dozenten ihr Wissen an Musiker*innen, Musikmanager*innen, angehende Produzent*innen, Booker*innen und andere Akteur*innen der Musikszene weiter. Die Workshops sollen wichtige Hilfestellungen geben, den Erfahrungsaustausch fördern und interessante Einblicke in professionelle Strukturen des Musikbusiness gewähren. Die Referent*innen beantworten auch Fragen zu den aktuellen Entwicklungen im Musikbusiness aufgrund der Corona-Pandemie.

Die Workshops finden in Kooperation mit dem Verband für Popkultur in Bayern (VPBy), dem Bayerischen Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft sowie dem Bezirk Mittelfranken mit der Initiative Pop! Rot Weiss im Rahmen der bayernweiten Workshopreihe „Go Professional" statt.

Themen und Termine 2021:
Montag, 04.10.2021 | Zusammenhänge der Musikwirtschaft
Montag, 11.10.2021 | Steuern, Abgaben, Existenzgründung / Was für Kreative wichtig ist
Montag, 18.10.2021 | Konzertbooking in Eigenregie (Basics)
Montag, 25.10.2021 | Album Release Planung
Montag, 08.11.2021 | GEMA - KSK - GVL für Musiker*innen
Montag, 15.11.2021 | Online-Kommunikationsstrategien abseits des Mainstreams
Montag, 22.11.2021 | Beat Production – von der Idee zum fertigen Beat
Montag, 29.11.2021 | Wie kommt meine Musik ins Radio?
Montag, 13.11.2021 | Eigenes Musikvideo produzieren (lassen)

Unter den Dozent*innen finden sich renommierte Namen wie Fabian Rauecker (Management Dicht & Ergreifend), Vanessa Leigh Patrick (PULS / Bayerischer Rundfunk) oder Valentin Damjantschitsch (The Prosecution).

Die Workshops beginnen jeweils im 19.00 Uhr und finden in den Räumen der Musikzentrale Nürnberg (Fürther Straße 63, 90429 Nürnberg) statt. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 15 Personen begrenzt.

Die Kosten belaufen sich pro Workshop auf 27,- € pro Person. Frühbuchungspreis bis vier Wochen vor jedem Workshop: 22,- €. Anmeldungen sind über unsere Webseite möglich. Teilnehmende aus dem Bezirk Mittelfranken erhalten pro gebuchtem Workshop einen Rabatt von 10,- € durch einen Zuschuss des Bezirks Mittelfranken im Rahmen der Initiative Pop! Rot Weiss. Dieser wird bei der Rechnungsstellung abgezogen. Zeitungsabonnenten der Nürnberger Nachrichten erhalten 20% ZAC-Rabatt. Erstattung in bar bei dem jeweiligen Termin.

Sollte ein Workshop kurzfristig pandemiebedingt vor Ort nicht stattfinden können, wird dieser, soweit möglich, alternativ als Webinar angeboten. Falls ein Workshop ausfallen muss, wird die Teilnahmegebühr in voller Höhe zurückerstattet.

Eine Teilnahme an den Workshops ist nur für Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete (3G-Regel) möglich. Ein entsprechender Nachweis (Testergebnis, Impfpass, Online-Zertifikat etc.) ist mitzuführen und wird beim Einlass abgefragt. Infos zur Maskenpflicht werden vor Ort gegeben – bitte Maske mitführen! Die Hinweise des Personals sind zu berücksichtigen. Die Workshops besuchen darf nur, wer keine Symptome von Covid-19 hat. Änderungen vorbehalten (abhängig von den jeweils zu dem Zeitpunkt der Workshop-Terminen geltenden Hygienevorschriften).


Musikalisches Speeddating

Musikalisches Speedating am 08. Oktober // Nürnberg. Pop Festival

Musikalisches Speeddating
Das @nuernbergpop - Festival steht vor der Tür und damit nicht nur entzückende Konzerte, sondern auch eine Pop-Konferenz, die sich sehen lassen kann. Wir sind natürlich wieder mit von der Partie. Nachdem es aus Gründen letztes Jahr leider nicht stattfinden konnte und es nach den Lockdowns und Kontaktbeschränkungen wieder bitter nötig ist, laden wir dieses Jahr zum Musikalischen Speeddating. Klingt erstmal stressig und förmlich, aber erfahrungsgemäß löst sich das Ganze nach der ersten Runde (und dem ersten Kaltgetränk) und ein sehr angenehmes Netzwerktreffen auf. Aber irgendwie muss man halt anfangen, oder?
 
Auf jeden Fall sollen sich alle angesprochen fühlen, die gerne mehr Kontakt zu anderen Musiker*innen, Veranstalter*innen, Fördergeber*innen und anderen Medienleuten etc. aufbauen würden. Oder auch zu uns, haha. Ach, kommt einfach alle :)!
 
Hier die Hardfacts und der Pressetext:
 

FREITAG 8. OKTOBER

 

16:00 – 17:00: Musikalisches Speedating

Präsentiert von POP! ROT WEISS.
Die Welt ist zwar bekanntlich ein Dorf, dennoch sind die Menschen hinter gewissen Marken, Bands und Projekten etc. nicht zwingend jedem ein Begriff. Um das zu ändern und die Szene noch ein Stück weiter zusammen zu führen, lädt POP! ROT WEISS zum musikalischen Speeddating. Musikschaffende treffen auf Veranstalter:innen treffen auf Medienvertreter:innen treffen auf Interessierte. Jeweils 6 Minuten ist Zeit, sich vorzustellen, dann wird gewechselt. Wer weiß, vielleicht sehen wir auch die Liebe auf den ersten Blick?
 
Wegen der begrenzten Kapazität, wird um Anmeldung bis zum 1. Oktober (oder später) gebeten. Akkreditierung mit Name und ggf. Funktion/Institution an kontakt[at]pop-rot-weiss.de.
 
Venue: KunstKulturQuartier (Königstraße 93, 90402 Nürnberg), 2. Stock

Open Stage "DEINE BÜHNE"

Endlich ist es wieder so weit. Ihr könnt auf die Bühne (zurück). Am Freitag, den 10.09. bieten wir eine Open Stage auf dem Gelände der Kulturoasis auf AEG in der Muggenhofer Straße 32. Eintritt erfolgt auf Spendenbasis. Nehmt Eure Instrumente mit!

https://www.pop-rot-weiss.de/events/pop-rot-weiss-deine-buehne/

Du willst endlich spielen. Musik machen. Leute damit begeistern. Spaß am Mikrofon haben. Vielleicht ist es Dein erstes Mal, vielleicht Dein tausendstes. Eins ist sicher: Es ist Deine Bühne.
Egal ob mit Lampenfieber oder ohne. Du bist hier herzlich willkommen. Wir von POP! ROT WEISS und die Kulturoasis stellen Dir alles zur Verfügung, was Du brauchst. Wenn Du Dich bis Mittwochabend anmeldest, dann gehen wahrscheinlich sogar besondere Wünsche.
Wenn nicht, komm einfach am Freitag und spiel, sing oder schrei Deine Musik raus. Wir freuen uns!
Der Open Stage Abend wird von einem professionellen Technikteam betreut. Du bekommst zwei Freigetränke und hast 20 Minuten Zeit, etwas von Dir zu präsentieren. Nach der Veranstaltung gibt’s eine Abrechnung von Einnahmen an der Bar und Eintrittsspenden. Davon bekommst Du im Nachgang Deinen Anteil. Gib uns also Deinen Kontakt.
Bring gerne Instrumente mit und melde Dich beim Technikteam oder an der Bar. Wir kümmern uns dann um Dich.
Gerne vorher ne Mail an kontakt@pop-rot-weiss.de
Oder per DM an @pop_rot_weiss auf Insta
Oder @pop.rot.weiss auf Facebook
Einlass 17:00
Beginn 18:00
Musik aus 22:00
Platz verlassen 23:00
Eintritt frei oder Spende
Eine Grafik auf der der titel der Veranstaltung steht und eine Hand ein Mikro ergreift.

Das Logo des GEMA-Stipendiums.

30 Millionen für Musiker*innen

30 Millionen hat die GEMA im Rahmen des Neustarts Kultur zur Verfügung gestellt bekommen. Das Geld soll Musiker*innen zuteil werden, die sich bei der GEMA dafür bewerben. Genannt wird die Förderung „Stipendium“, da man projektbezogen 5000€ für einen Zeitraum von vier Monaten bekommt. Maximal vergibt die GEMA damit also 6000 Stipendien. Die Bewerbungsphase hat Anfang August begonnen und endet am 29.08. Aber bitte schnell sein: Sind die Mittel schon vorher ausgeschöpft, wird das Antragsformular auch vorzeitig geschlossen.

Das Logo des GEMA-Stipendiums.
(c) GEMA

Es gibt ein paar Hürden zur Teilnahme. Man sollte GEMA-Mitglied sein. Eigentlich ist es Voraussetzung, aber in Ausnahmefällen scheinen auch Nicht-GEMA-Angehörige antragsberechtigt zu sein. Zum Beispiel, wenn man in einem anderen Branchenverband organisiert ist. Da die Künstlersozialkasse (KSK) eine Pflichtversicherung für hauptberuflich freiberufliche Künstler*innen ist, wird auch die Mitgliedschaft dort vorausgesetzt. Einzelfallentscheidungen soll es trotzdem geben.

Die GEMA möchte also einen KSK-Nachweis in Form einer Jahresbescheinigung und einen Einkommensnachweis. Den liefert man am besten mit dem aktuellen Steuerbescheid. Der Kern der Bewerbung besteht aber aus der Schilderung eines „Entwicklungsvorhabens“. Also einer Erklärung, warum man das Geld verdient hat und wofür man es braucht. 2000 Zeichen stehen dafür zur Verfügung. Das Stipendium soll eben nicht nur den Status Quo erhalten, sondern Kunst zukunftsweisend unterstützen.

Habt Ihr Fragen? Schaut Euch die recht übersichtliche Seite bei der GEMA an oder schreibt uns an kontakt@pop-rot-weiss.de

Stipendienseite der GEMA: https://www.gema.de/musikurheber/corona-hilfe-fuer-mitglieder/stipendienprogramm-2021/

 


Eine taubblinde Person ertastet die Gebärden ihres Gegenübers.

Mit den Händen sehen, hören und sprechen

Eine taubblinde Person ertastet die Gebärden ihres Gegenübers.
Eine taubblinde Person ertastet die Gebärden ihres Gegenübers. Fotos: Stiftung taubblind leben

Kommunikation ohne zu hören und ohne zu sehen, erscheint vielen unmöglich. Doch es gilt: geht nicht, gibt’s nicht. Wem hören und sehen vergeht, dem bleibt die taktile Welt.

Viele taubblinde Menschen sind gehörlos geboren und mit der Gebärdensprache aufgewachsen. Mit zunehmender Erblindung können diese Menschen die Gebärden zwar nicht mehr sehen, sehr wohl aber fühlen. Man nennt das taktiles Gebärden. Eine Person gebärdet, eine andere legt die Hände auf die Hände der gebärdenden Person und ertastet die Gebärden.

 

 

 

Eine Person schreibt mit den Fingern Lorm-Buchstaben in die Hand einer anderen Person.
Eine Person schreibt mit den Fingern Lorm-Buchstaben in die Hand einer anderen Person. Fotos: Stiftung taubblind leben

Eine weitere Verständigungsform ist das Lormen. Es handelt sich um ein Alphabet, das in die Hand hineingeschrieben wird. Für jeden Buchstaben gibt es eine spezifische Berührung. Für den „Sprecher“ ist das sehr leicht zu erlernen. Dies sind nur zwei von vielen Kommunikationsformen.

Klickt auf den folgenden Link, wenn Ihr wissen möchtet, wie Lormen funktioniert: https://www.pop-rot-weiss.de/lormen-lernen/

 

 

 

 

Was immer und für jeden geht: Das Schreiben von Blockbuchstaben in die Hand. Es dauert etwas länger als das Lormen, ermöglicht aber eine sehr einfache direkte Verständigung, auch ohne dass etwas „gelernt“ werden muss. Wer sich diese Verständigungsformen einmal sehen möchte, der kann auf der Homepage des Gebärdensprachdozenten Uwe Zelle ein Video anschauen: www.uwezelle.de/?p=256


Ein Foto von einem Lormen-Handschuh. Auf dem Stoff sind die Linien und Punkte abgebildet, die man für die jeweiligen Buchstaben machen muss.

Lormen - Kommunikation durch Berührung der Hände

Das Lorm-Alphabet von Hieronymus Lorm

Die einzelnen Buchstaben werden auf den Fingern und der Handfläche mit punkt- oder strichförmigen Berührungen dargestellt. Ein Abstrich, ob kurz oder lang, läuft immer in der Richtung Fingerspitze-Handwurzel, ein Aufstrich entgegengesetzt.

Mit freundlicher Unterstützung von: www.stiftung-taubblind-leben.de

Ein Foto von einem Lormen-Handschuh. Auf dem Stoff sind die Linien und Punkte abgebildet, die man für die jeweiligen Buchstaben machen muss.
Ein Lormen-Handschuh.

A Punkt auf die Daumenspitze

E Punkt auf die Zeigefingerspitze

I Punkt auf die Mittelfingerspitze

O Punkt auf die Ringfingerspitze

U Punkt auf die Kleinfingerspitze

Ä Zwei Punkte auf die Daumenspitze

Ö Zwei Punkte auf die Ringfingerspitze

Ü Zwei Punkte auf die Kleinfingerspitze

J Zwei Punkte auf die Mittelfingerspitze

B Kurzer Abstrich auf die Mitte des Zeigefingers

D Kurzer Abstrich auf die Mitte des Mittelfingers

G Kurzer Abstrich auf die Mitte des Ringfingers

H Kurzer Abstrich auf die Mitte des Kleinfingers

T Kurzer Abstrich zur Mitte des Daumens

L Langer Abstrich von den Fingerspitzen des Mittelfingers zum Handgelenk

P Langer Aufstrich an der Außenseite des Zeigefingers

St Langer Aufstrich am Daumen, Außenseite

Q Langer Aufstrich an der Außenseite der Hand (Kleinfingerseite)

Z Schräger Strich vom Daumenballen zur Kleinfingerwurzel

Ch X-förmiges Kreuz auf dem Handteller

Y Querstrich über die Mitte der Finger

X Querstrich über das Handgelenk

K Punkt mit vier Fingerspitzen auf den Handteller

M Punkt auf die Kleinfingerwurzel

N Punkt auf die Zeigefingerwurzel

V Punkt auf den Daumenballen, etwas außen

W Zwei Punkte auf den Daumenballen, etwas außen

C Punkt auf das Handgelenk

R Leichtes Trommeln der Finger auf dem Handteller

S Kreis auf dem Handteller

F Leichtes Zusammendrücken der Spitzen von Zeige- und Mittelfinger

Sch Leichtes Umfassen der vier Finger


Was bringt sie Musiker:innen? Wer sollte Mitglied werden? Was heißt Leistungsschutzrecht? Wie hängt die GVL mit Labels zusammen? Was muss man beachten? Wie viel verdiene ich? Wer bekommt was?

POP! BASICS #5 – Die GVL

Gesellschaft für die Verwertung von Leistungsschutzrechten? Wie bitte? Wir klären auf!

Was bringt sie Musiker:innen? Wer sollte Mitglied werden? Was heißt Leistungsschutzrecht? Wie hängt die GVL mit Labels zusammen? Was muss man beachten? Wie viel verdiene ich? Wer bekommt was?

 

Leistungsschutzrechte vs. Urheberrechte

Die GVL steht oft im Schatten der GEMA, da diese auch stellvertretend für beide das Geld von Musikernutzer:innen eintreibt und somit auch abrechnungstechnisch im Vordergrund steht. Im Grunde übernimmt die GVL dieselbe Aufgabe wie die GEMA, nur eben auf der Seite der Leistungsschutzrechte und nicht wie die GEMA bei den Urheberrechten. Die grundsätzliche Unterscheidung haben wir hier zusammengefasst:

 

Zusammenhänge der Musikwirtschaft (C) POP! ROT WEISS

 

Wer kriegt was?

Das heißt anstelle Geld für die Nutzung von geistigem Songmaterial einzutreiben, kümmert sich die GVL um die Entlohnung der ausführenden Musiker:innen, Produzent:innen und Labels, die an der Herstellung Musik-Aufnahmen beteiligt sind, d.h. eine geschützte Leistung erbringen. Dadurch entfällt zwar der Live-Bereich bei Auswertung, weil es ja nur um Aufnahmen geht. Für jede sog. Sendeminute im Radio oder TV gibt es allerdings Geld. Auf diese Weise partizipieren zum Beispiel Studiomusiker:innen und Produzent:innen am Erfolg eines Songs, die sonst nicht Teil des Acts sind und daher keine Konzertgagen, Lizenzerlöse und GEMA-Anteile erhalten. Wenn du den Song geschrieben UND aufgenommen hast, dann bekommst du natürlich doppelt Schotter - von GEMA & GVL.

Wenn du einen Song geschrieben hast, bekommst du Geld von der GEMA, wenn du an einer Aufnahme beteiligt warst, bekommst du Geld von der GVL, wenn du den Song geschrieben und aufgenommen hast, dann bekommst du von beiden Geld.
(C) Nina Graf, Bonedo.de

 

 

Wer sollte Mitglied werden?

Laufen deine Songs aktuelle oder zukünftig im Radio oder TV? Bist du Produzent:in, bastelst Beats oder andere Elemente, die andere Künstler:innen für ihre Songs verwenden? Studiomusiker:in? Dann solltest du dich schleunigst bei der GVL anmelden. Wie? Einfach online Wahrnehmungsvertrag hier abschließen und go. Die Mitgliedschaft ist bei der GVL nämlich kostenlos, während sie bei der GEMA im Jahr 50€ kostet. Es schadet also nicht, wenn man sich dort anmeldet. Auch wenn man gerade noch keine Aussicht auf Airplay hat.

Für Labels ist die GVL die erste Anlaufstelle, da diese in Deutschland die Labelcodes vergibt. Im Umkehrschluss werden Labels ebenfalls über die GVL an den Ausschüttungen beteiligt. Man gilt faktisch erst als Label, wenn man von der GVL als solches anerkannt wird. Diese Praxis ist mittlerweile durch Online-Releases und ISRC-Codes allerdings ein wenig veraltet.

 

 

Wieviel verdiene ich?

Die Berechnung der Auszahlungshöhe gestaltet sich leider noch immer sehr intransparent bzw. äußerst komplex. Airplay auf Privatsendern wird nach wie vor nicht mitgezählt, das Internet ist für die GVL noch Neuland und verschiedenste Parameter, wie die Tiefe der Beteiligung an der Aufnahme oder die Größe des Senders, spielen eine Rolle. Daher berweisen wir lediglich auf die Info-Seite der GVL und merken an, dass 2021 endlich die Auszahlungen für das Jahr 2015 - 2016 eingegangen sind. Das heißt man hinkt hier mehrere Jahre hinterher. Um eine kleine Hausnummer zu bemühen: Für Sendeminuten im mittleren zweistelligen Bereich auf kleinen-mittelgroßen Sendern, gab es für diese Periode eine Auszahlung ebenfalls im mittleren zweistelligen Bereich. Reich wird man also nicht, aber nachdem die Mitgliedschaft eben auch kostenfrei ist, ...  ihr wisst schon.

Ein Radiohit mit vierstelligen Sendeminuten freut allerdings sicherlich jeden Geldbeutel.

Verteilungsrechnung der GVL

 

 

Wie melde ich meine Mitwirkung an?

Die GVL hat vor einigen Jahren das Online-Tool artsys vorgestellt, welches mittlerweile zu meine.gvl rebranded wurde. Dort kann man nach Releases (= offizielle Veröffentlichungen über ein Label, auch online) suchen und seine persönliche Rolle eintragen. Beispielsweise Gitarrist:in, Sänger:in, Produzent:in etc. Manchmal bedarf es eines Nachweises, d.h. Rechnungen, Verträge und sonstige schriftliche Abmachungen solltet ihr euch für alle Fälle dafür aufheben. Sobald ihr eure Mitwirkung eingetragen habt, heißt es nur noch ca. 5 Jahre warten ;).

Hier sieht man die Eingabemaske der GVL als Beispiel
Produktionssuche in meine.gvl

 

Wie immer: Wenn ihr konkrete Fragen habt oder Hilfe benötigt, schreibt uns oder ruft durch :).

 


Weiterführende Links:

https://www.gema.de/

POP! BASICS - Zusammenhänge in der Musikwirtschaft

POP! BASICS #1 – Die GEMA für Musiker:innen

POP! BASICS #2 – GEMA-Kalkulator für Muskiker:innen

POP! BASICS #3 – Werkanmeldung bei der GEMA – Wer ist Urheber?

POP! BASICS #4 – Cover oder Bearbeitung? Sample? Remix?

GVL-Mitglied werden


Ein Porträtfoto von Rod Stewart. Er hat hinten und auf der Seite langes blondes Haar. Vorne ein Pony.

Einfachstars

Was ist Einfachstars?
Einfachstars ist eine Internet-Seite.
Hier findet Ihr sie:
www.einfachstars.info

Einfachstars ist eine Internet-Seite über Stars.
Sie ist in Leichter Sprache geschrieben.
Hier gibt es Neuigkeiten über Film-Stars.
Über Musiker und Musikerinnen.
Oder bekannte Sportler.
Über Mode.
Und über andere spannende Themen.

In diesem Text geht es um Rod Stewart:
Rod Stewart verrät das Geheimnis seiner Frisur.
Rod Stewart ist Sänger.
Er ist 76 Jahre alt.
Rod Stewart hat schon seit sehr langer Zeit dieselbe Frisur.
Für seine Frisur ist er sehr bekannt.
Hier sieht man seine Frisur:

Ein Porträtfoto von Rod Stewart. Er hat hinten und auf der Seite langes blondes Haar. Vorne ein Pony.
Rod Stewart 1972 (c) Allen Warren

Jetzt hat Rod Stewart verraten:
Wie macht er sich die Haare?
Benutzt er Haar-Spray?
Wie halten seine Haare?

Rod Stewart hat jetzt verraten:
Er benutzt dafür Mayonnaise.
Er tut sie in ein Hand-Tuch und wickelt es um seine Haare.
Danach kann er sie gut frisieren.

Wünschst Du Dir einen bestimmten Text auf Einfachstars?
Fehlt ein Star im Star-Lexikon?

Dann schreib gerne eine Nachricht an:
anne@einfachstars.info