Kostenfreie Musiker:innen-Beratungen im April

Wir laden wieder einmal zur digitalen Musiker:innen-Beratung ­čśŐ.
20. April / 28. April, jeweils zwischen 17 - 20 Uhr.
 
Wie immer kostenfrei f├╝r alle Musiker:innen aus Mittelfranken und nach Anmeldung. Schreibt uns dazu einfach eine kurze Mail mit Terminwunsch + Uhrzeit und im besten Falle auch mit ein paar Stichpunkten zu euren Fragen. Wenn ihr keine konkreten Anliegen habt, aber einfach an einem allgemeinen Austausch interessiert seid, ist das nat├╝rlich ebenfalls v├Âllig ok. Wir freuen uns :)!
Wir nutzen ab sofort Go-To-Meeting und schicken euch kurz vorher den Link zum Meeting-Room per Mail. Daf├╝r m├╝sst ihr nichts herunterladen, man kann auch direkt ├╝ber den Browser (leider nicht Safari) beitreten. Die Zeitslots sind immer ca. 30-45 Minuten lang, je nach Absprache.
 
Bleibt gesund <3!

Stipendienprogramm f├╝r K├╝nstler:innen in der Anfangsphase gestartet

Bis zu 5.000 K├╝nstlerinnen und K├╝nstler in der Anfangsphase ihres Schaffens k├Ânnen sich um ein Stipendium zu je 5.000 Euro bewerben. Antragsfrist f├╝r den ersten Call ist der 31. Mai 2021.

"Antragsberechtigt sind K├╝nstlerinnen und K├╝nstler in der Anfangsphase ihrer professionellen k├╝nstlerischen Existenz mit bestehendem Hauptwohnsitz oder einem Arbeitsschwerpunkt in Bayern (Stichtag: 1. Januar 2021), die

- das letzte Studienjahr an einer bayerischen Kunsthochschule oder an einer vergleichbaren Ausbildungseinrichtung in Bayern absolvieren,

- in den letzten f├╝nf Jahren ein k├╝nstlerisches Studium oder eine k├╝nstlerische Ausbildung an einer bayerischen Kunsthochschule oder an einer nicht-bayerischen Kunsthochschule oder an einer vergleichbaren Ausbildungseinrichtung oder einen Aufbaustudiengang literarische ├ťbersetzung abgeschlossen haben,

- in den letzten f├╝nf Jahren eine sonstige k├╝nstlerische Ausbildung abgeschlossen haben

oder

- in den letzten f├╝nf Jahren auf anderem Wege eine k├╝nstlerische T├Ątigkeit erstmals aufgenommen oder nach einer Pause von erheblicher L├Ąnge wiederaufgenommen haben.

Erziehungs- und Pflegezeiten werden auf die F├╝nfjahresfrist jeweils nicht angerechnet. Die Frist verl├Ąngert sich um den entsprechenden Zeitraum.

Im Rahmen der Antragstellung muss die K├╝nstlerin bzw. der K├╝nstler angeben, was bisher geleistet wurde, um eine k├╝nstlerische Existenz aufzubauen, welche k├╝nstlerischen Ziele erreicht werden wollen und f├╝r welches Vorhaben die Mittel im Kalenderjahr 2021 eingesetzt werden sollen, um diese Ziele zu erreichen.

Weitere Informationen und Antragsformulare findet ihr auf https://www.bayern-innovativ.de/stipendienprogramm Bleibt gesund :)!


Verl├Ąngerungen des Solo-Selbstst├Ąndigenprogramms

Auch hier noch einmal der Hinweis, dass das Solo-Selbstst├Ąndigenprogramm des Freistaats bis zum 30. Juni 2021 verl├Ąngert wurde. Au├čerdem kann das Hilfsprogramm f├╝r den Zeitraum Oktober - Dezember 2020 r├╝ckwirkend bis zum 31. M├Ąrz beantragt werden. Hier hei├čt es also Beeilung!
Das Programm sichert Selbstst├Ąndigen eine Art Unternehmerlohn in H├Âhe von 1.180ÔéČ pro Monat zu.
Alle Antr├Ąge k├Ânnen wie gehabt auf der Seite von Bayern Innovativ gestellt werden:

Alle Links an einem Ort: Bei Instagram und TikTok steht euch lediglich ein Link zur Verf├╝gung. Mit Link-Aggregatoren wie Linker.ee oder Lnk.bio k├Ânnt ihr alle wichtigen Adressen an einem Ort sammeln

5 Minuten Terminchen #1 - Alle Links an einem Ort

Alle Links an einem Ort: Bei Instagram und TikTok steht euch lediglich ein Link zur Verf├╝gung. Mit Link-Aggregatoren wie Linker.ee oder Lnk.bio k├Ânnt ihr alle wichtigen Adressen an einem Ort sammeln

5 Minuten Terminchen #1 - Alle Links an einem Ort

Ganz kurz zur Einleitung. Wir wissen: Schwierige Zeit gerade. Wenig Motivation, wenig Energie und das ist gerade auch vollkommen ok so. Also, bloss nicht davon runterziehen lassen. Wir machen einfach gemeinsam kleine Schritte und dann kommen wir da schon wieder raus :). Deshalb haben wir jetzt jeden Freitag ein "5 Minuten Terminchen", mit jeweils kurzen Anregungen und Ideen, die euch Woche f├╝r Woche ein kleines St├╝ck weiterbringen sollen und nicht lange dauern.

F├╝r den Anfang haben wir passenderweise das Thema "Link-Aggregatoren" ausgesucht. Denn aktuell gibt es wohl keine popul├Ąrere Wegbeschreibung im Internet, als der Zusatz "LINK IN BIO". TikTok und Instagram erlauben uns n├Ąmlich eben genau diesen einen Verweis in unseren Profilen und sonst nichts. Auch nicht in Beitr├Ągen und ab Stories erst ab einer beachtlichen Follower:innen-Zahl. Neues Album? Link in Bio! Konzerttickets? Link in Bio!

Das Problem liegt dabei nat├╝rlich auf der Hand: Ein Link f├╝r viel zu viele Posts, Konzerte, Sales, Releases usw. ABER! Hier k├Ânnen sog. Link-Aggregatoren wie "lnk.bio" (siehe Link in Bio ­čśŐ) oder linktr.ee Abhilfe schaffen. Bei diesen erstellt man sich n├Ąmlich kleine Landing-Pages, auf denen man alle relevanten Links sammeln und neue auch ganz einfach im Web hinzuf├╝gen kann. Dadurch sind auch die alten Links noch eine Weile sichtbar und dar├╝ber hinaus k├Ânnen statische Verweise (zu Spotify, Website, Bandcamp uvm.) angelegt werden. Wenn man mehrere Kan├Ąle bespielt, spart sich nat├╝rlich noch mehr Zeit, da man nur an einem Ort die neuen Adressen hinterlegen muss.

Wer sich ein bisschen mit Webdesign auskennt, kann eine solche Landing-Page nat├╝rlich auch schnell selbst zusammenbasteln. Allen anderen k├Ânnen wir die oben genannten Aggregatoren empfehlen. Beide Varianten bieten in der Pro-Version auch noch weitere Statistiken und Zusatzfunktionen, die man allerdings nicht zwingend ben├Âtigt.

An dieser Stelle noch der kleine Tipp, dass man bei Shortlink-Anbietern (bit.ly z.B.) ebenfalls die Klickzahlen angezeigt bekommt.

Habt ihr hier bereits Erfahrungen gemacht? Wir freuen uns auf eure Kommentare!


Festivals und Open Airs brauchen jetzt ein Signal der Politik!

├ťber 1.000 kleine & mittlere Festivals und Open Airs in Deutschland fordern eine Perspektive!

Jedes Jahr vereinen wir gemeinsam ├╝ber 5 Mio. Besuchende vor unseren B├╝hnen und bringen Kultur und Musik in alle Regionen dieses Landes. In den letzten Monaten hat die Festivallandschaft umfangreiche Konzepte zum Infektionsschutz erarbeitet - jetzt braucht es die Unterst├╝tzung der Politik, damit wir keinen weiteren Sommer ohne Festivals erleben m├╝ssen.

Die Festivalabsagen, die uns in den letzten Tagen erreichten sind zwar ersch├╝tternd, trotzdem bedeuten sie nicht, dass wir auf einen Festivalsommer 2021 verzichten m├╝ssen. Die deutsche Festivallandschaft ist die vielf├Ąltigste und gr├Â├čte in ganz Europa und so fordern wir zusammen mit ├╝ber 1.000 anderen Festivals und Open Airs eine Reaktion der Regierungen. Seit ├╝ber einem Jahr arbeiten wir an flexibel anpassbaren L├Âsungen und Konzepten und f├╝hren immer wieder Gespr├Ąche mit Beh├Ârden und Politik. Wir stecken unser Herzblut in unsere Veranstaltungen, weil sie ein wichtiger Bestandteil der Kultur Deutschlands und ein Wirtschaftsfaktor f├╝r unsere Regionen sind, weil sie Menschen zusammenbringen, Raum f├╝r Utopie und Impulse f├╝r den gesellschaftlichen Diskurs bieten. Jedes Jahr vereinen wir gemeinsam ├╝ber 5 Mio. Besuchende vor unseren B├╝hnen, erwirtschaften einen Gesamtumsatz von 320 Mio. Euro und bringen Kultur und Musik in alle Regionen dieses Landes.
Jetzt ben├Âtigen wir Unterst├╝tzung seitens der Regierungen in Form von Planungssicherheit, klaren Rahmenbedingungen und Absicherungsmechanismen. Festivals und Open Airs brauchen ein Signal der Politik, um Festivalkultur auch weiterhin zu erm├Âglichen!
Die Festivalkarte von @hoeme.backstage zeigt: der Gro├čteil der deutschen Open Air Veranstaltungen bleibt immer noch motiviert. Dort k├Ânnt ihr euch au├čerdem ├╝ber unseren Aufruf #1000festivals und den Status hunderter Veranstaltungen informieren.
Website:
https://hoemepage.com/festivals-in-deutschland-festivalkarte/
foto: @jeanpaul_pastor_guzman

Bands aufgepasst! Bewerbt euch bei den SAVE THE DATE-Sessions

Wir freuen uns sehr, dass wir als Kooperationspartner von Navigator Productions Teil eines sehr feinen Projekts sein d├╝rfen. Wir pr├Ąsentieren die

SAVE THE DATE SESSIONS ­čĹî.

 

Die Idee:

 

Ausgefallene Konzerte von (zumeist ausl├Ąndischen) Headlinern sollen durch Local Heroes - also euch - ersetzt werden. Damit wollen wir nat├╝rlich auf der seinen Seite lokalen Acts eine B├╝hne geben, aber gleichzeitig auch die Spielst├Ątten bzw. die Menschen hinter und vor den B├╝hnen unterst├╝tzen.
F├╝nf coronakonforme Termine sind in N├╝rnberg geplant. Daf├╝r suchen wir 3x5 Bands aus der Region. Genre-technisch sollte es sich um Gitarrenmusik, gerne auch der h├Ąrteren Sorte, handeln ­čśë

 

Bewerbungen bitte direkt an:

 

Wir freuen uns ├╝ber eure Bewerbungen und nat├╝rlich auch, wenn ihr als G├Ąste bei der Reihe vorbeischaut.

 

SAVE THE DATE!

Starthilfe! - Die Mikrof├Ârderung des Bezirk Mittelfranken

Wir freuen uns sehr euch mitteilen zu d├╝rfen, dass unser Mikof├Ârderprogramm "Starthilfe!" ab sofort online und beantragbar ist.

Die Starthilfe!

Letzten Sommer haben wir die "Starthilfe!" im Kulturausschuss des Bezirk Mittelfranken wegen der vielen defizit├Ąren Konzerte auf den Weg gebracht, die in dieser Zeit stattfanden. Eine schnelle unkomplizierte L├Âsung f├╝r kleine F├Ârderbetr├Ąge wurde gesucht und durch die Unterst├╝tzung aller Fraktionen im Bezirkstag auch schlie├člich gefunden. Daf├╝r m├Âchten wir an dieser Stelle Danke sagen!

Doch nicht nur f├╝r Konzerte unter Hygieneauflagen soll die Starthilfe! gelten, sondern auch f├╝r Ton- und Bildaufnahmen (z.B. produzierte Live-Streams, Videos, Musikaufnahmen). Dadurch wollen wir insbesondere Newcomer jeden Alters und unbekannte K├╝nstler:innen unterst├╝tzen, die es w├Ąhrend der Pandemie noch schwerer haben als zuvor. Bereits vor Corona waren Konzerte und sonstige Musik-Veranstaltungen mit lokalen Acts oft ein Draufzahl-Gesch├Ąft. Durch die Starthilfe! m├Âchten wir zumindest einen Anreiz f├╝r mittelfr├Ąnkische Veranstalter:innen schaffen, auf die Acts von nebenan zu setzen. Au├čerdem m├Âchten wir euch dabei helfen eure Musik auch ├╝ber die Grenzen Mittelfrankens zu tragen. Oft ├╝bersteigen Fahrt-und Reisekosten die schmale Gage, die es f├╝r kleine Acts gibt. Hier hilft die Starthilfe! ebenfalls.

Was gibt es zu beachten?

Die Starthilfe! ist eine Defizitf├Ârderung. Das hei├čt: Sollten eure geplanten Vorhaben wegen fehlender Mittel scheitern, fangen wir mit der Starthilfe! diesen Betrag auf. Der F├Ârderbetrag ist momentan auf 250ÔéČ gedeckelt und muss mindestens 50ÔéČ betragen. Bitte lest euch unbedingt unsere Hinweise zum Finanzierungsplan durch.

Wir haben versucht den Antrag so einfach und kurz wie m├Âglich zu gestalten und trotzdem maximalen Datenschutz zu gew├Ąhrleisten. Daher bitten wir auch den ausgef├╝llten Antrag per Post an Bezirk Mittelfranken, Postfach 617, 91511 Ansbach zu schicken.
Ihr k├Ânnt allerdings zur Beschleunigung der Bearbeitung gerne die PDF im Vorfeld per Mail an popularmusikberatung@bezirk-mittelfranken.de schicken. Vielen Dank und sorry f├╝r die Umst├Ąnde.

Au├čerdem m├Âchten wir bereits im Vorfeld auf Punkt 4.4 der Richtlinien aufmerksam machen. "Im Falle einer F├Ârderung ist auf den Zuschuss des Bezirks Mittelfranken hinzuweisen". Bei Veranstaltungen / Konzerten und sonstigen Bild-/Video-Formaten sollen daher im besten Falle die Logos (Bezirk/P!RW) in die Kommunikation aufgenommen werden. Ansonsten kann in Posts / Beitr├Ągen auf die Unterst├╝tzung hingewiesen werden. Vielen Dank im Voraus :)!

Im Nachgang ben├Âtigen wir f├╝r die Rechnungspr├╝fung einen Verwendungsnachweis inklusive Rechnungen bzw. Quittungen.

Alle weiteren Richtlinien findet ihr hier.

WICHTIG: Tretet rechtzeitig mit uns in Kontakt. Wir helfen euch gerne bei der Antragstellung. :)

Beispiele:

  • Ihr wollt ein Konzert mit lokalen Bands veranstalten, allerdings decken die Einnahmen aus Kartenverk├Ąufen wahrscheinlich nicht die Produktionskosten (Technik, Honorare, Verpflegung, GEMA etc.). Hier greift die Starthilfe!.
  • Ihr plant ein Streamingkonzert / eine Musikaufnahme und ben├Âtigt jedoch noch externe Technik bzw. Hilfe daf├╝r? -> Starthilfe!
  • Ihr werdet zu einem Radioauftritt nach M├╝nchen eingeladen, habt allerdings kein Auto und m├╝sst irgendwie eure Instrumente mitbringen? -> Starthilfe!

Ihr habt ein anderes Anliegen? Schreibt uns, wir schauen uns die Sache an.

 

Neben der Mikrof├Ârderung gibt es weiterhin die "gro├če" Kulturf├Ârderung ├╝ber einen Antrag beim Kulturausschuss des Bezirk Mittelfranken. Hier findet ihr alle F├Ârderunterlagen;┬áscrollen bis "F├Ârderung der Musik".
Die F├Ârderung richtet sich allerdings vorwiegend an gemeinn├╝tzige Veranstalter:innen, Projekte und Musikvereine. Daher sei an dieser Stelle an die Initiative Musik verwiesen. Diese ├╝bernimmt bis zu 40% der Projektkosten (Musikproduktion, Promotion, Touring).


Downloads zur Starthilfe

Antrag Starthilfe Popmusik (PDF-Datei)

Verwendungsnachweis Starthilfe Popmusik (PDF-Datei)

Richtlinien zur "Starthilfe Popmusik"


Neustarthilfe kann ab sofort beantragt werden

Was ist die Neustarthilfe?

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbst├Ąndige in allen Wirtschaftszweigen finanziell unterst├╝tzt, die im Zeitraum Januar bis Juni 2021 Corona-bedingt hohe Umsatzeinbu├čen verzeichnen, aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und f├╝r welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der ├ťberbr├╝ckungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Dazu z├Ąhlen┬áSoloselbst├Ąndige, die personenbezogene┬á(z.B. Kosmetikerinnen und Kosmetiker)┬áoder kreative, k├╝nstlerische T├Ątigkeiten┬áaus├╝ben (z.B. Musikerinnen und Musiker, Gestalterinnen und Gestalter, Fotografinnen und Fotografen) oder zum Beispiel im┬áGesundheitswesen┬á(z.B. Therapeutinnen und Therapeuten, Trainer), der┬áTourismusbranche┬á(z.B. Stadtf├╝hrerinnen und Stadtf├╝hrer, Reiseleiterinnen und Reiseleiter) oder┬áBildungsbranche┬á(z.B. Sprachlehrerinnen und Sprachlehrer, Coaches) t├Ątig sind.

Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung.

Antr├Ąge k├Ânnen einmalig bis zum 31. August 2021 gestellt werden.

(Quelle: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/)

Weitere Informationen und Antragstellung hier


Ein Mann h├Ąlt eine Karte mit dem Lockdown Logo hoch

Lockdown Lotto - Unterst├╝tzung der Musikszene

Die Musik- und Kulturbranche ist von der Corona-Krise stark getroffen worden, da Konzerte, Festivals und weitere Veranstaltungen weggefallen sind. Wir engagieren uns f├╝r die regionalen K├╝nstler*innen. Deswegen unterst├╝tzen wir das LOCKDOWN LOTTO.

Stellt Euch vor, Eure Lieblingsband aus der Region w├╝rde zu Euch nach Hause kommen und extra f├╝r Euch ein Wohnzimmer- oder Gartenkonzert spielen. Hinterher k├Ânnt Ihr gemeinsam quatschen, gem├╝tlich zusammen sitzen oder ein bisschen feiern.

Dazu habt Ihr ab sofort die M├Âglichkeit, wenn Ihr Euch auf lockdownlotto.de ein Los f├╝r 30 Euro kauft. Im Lostopf befinden sich 30 K├╝nstler*innen aus der Region. Alle Einnahmen durch die Lose werden zu gleichem Teil an die K├╝nstler*innen aufgeteilt. Darunter sind zum Beispiel Elena Steri, Like Lovers, Gymmick, Ferge x Fisherman, Ki'Luanda, Lizzy Aumeier und Bernd Regenauer.

Wenn die Auslosung beginnt, hei├čt es Daumen dr├╝cken! Schlie├člich k├Ânnt Ihr mit etwas Gl├╝ck einen exklusiven Auftritt mit einem*r der 30 K├╝nstler*innen gewinnen. Sobald der Lockdown beendet ist und es die Coronama├čnahmen wieder zulassen, kommen die Euch zugelosten K├╝nstler*innen zu euch nach Hause und ihr bekommt ein kleines Privatkonzert. Falls das platzm├Ą├čig schwierig werden sollte, kooperieren wir auch mit N├╝rnberger Bars und Clubs, die ihre Bierg├Ąrten und R├Ąumlichkeiten gerne f├╝r die Sache zur Verf├╝gung stellen.

Logo Lockdown Lotto, ein Vorhangschloss in Herzform
Wir als Popularmusikberatung des Bezirks Mittelfranken k├Ânnen uns so einer guten Idee nur anschlie├čen.

NIEMAND GEHT LEER AUS

Egal ob Ihr am Ende einen Privatauftritt gewinnt oder nicht: Jede*r bekommt nach der Auslosung ein Quartett. Es ist ein Kartenspiel mit allen K├╝nstler*innen aus dem Lockdown Lotto. Diese solidarische Aktion passt perfekt zur Aufgabe von POP! ROT WEISS: "Wir als Popularmusikberatung des Bezirks Mittelfranken waren sofort begeistert von der Idee des LOCKDOWN LOTTO", erkl├Ąrt unser Mitarbeiter Julian Menz. "Die Kulturszene steckt aktuell in einer Krise, die selbst bei leichten Lockerungen noch lange daran zu knabbern haben wird. Umso sch├Âner finden wir diese Aktion, in der Kulturbegeisterte durch Losk├Ąufe Spenden k├Ânnen und noch dazu die Chance auf einen Privatauftritt von ausgezeichneten K├╝nstler*innen aus der Region haben."

ES WIRD NOCH WILD CARDS GEBEN

Die teilnehmenden K├╝nstler*innen werden wir nach und nach ├╝ber unser Instagram und Facebook vorstellen. Au├čerdem werden w├Ąhrend der Aktion noch zehn Wild Cards an mittelfr├Ąnkische K├╝nstler*innen vergeben, die beim Lockdown Lotto dabei sein wollen. Ihr k├Ânnt Euch jetzt schon f├╝r f├╝nf Wild Cards beim Medienpartner der Aktion, dem Ausbildungsradio max neo bewerben, indem Ihr dorthin eine Mail schickt: studio@maxneo.de. Bitte w├Ąhlt den Betreff ÔÇ×LOCKDOWN LOTTOÔÇť und erkl├Ąrt in der Mail mit einem Satz, warum Ihr als K├╝nstler*in oder Band dabei sein wollt. Unter allen, die sich bewerben, lost max neo dann die Wild Cards aus. Viel Gl├╝ck!

Weiter f├╝nf Pl├Ątze f├╝r das Lockdown Lotto wird es die n├Ąchsten Wochen geben.

Danke an max neo / Lena Schnelle für die Bereitstellung des Textes. Alle unsere Änderungen sind bewusst so vorgenommen worden.

Die Logos der Kooperationspartner:innen
Die Kooperationspartner:innen des Lockdown Lottos: Sparkasse N├╝rnberg, hofmann infocom bzw. Excudit Magazin, creativstudio riess und max neo

POP! BASICS - Zusammenh├Ąnge in der Musikwirtschaft

Immer wieder tauchen die Fragen bei uns auf: "Brauchen wir ein Label?", "Was macht ein Verlag nun wirklich?", "Ist die GEMA jetzt gut oder schlecht?" "GVL? Nie geh├Ârt!"
Die Verbindungen sind komplex, aber einmal verstanden erkl├Ąrt sich fast alles von selbst. Aber wie h├Ąngen Urheber:innen, Interpret:innen, GEMA, GVL Labels und Verlage denn nun eigentlich zusammen? Hier eine ├ťbersicht:

Im Grunde unterscheiden wir zwei Str├Ąnge: Links geht es um die "formlosen" Lieder an sich, geschrieben von Komponist:innen, Textdichter:innen und Bearbeiter:innen, letztlich als Urheber:innen zusammenfasst. Diese pers├Ânliche, geistige Sch├Âpfung wird durch das Urheberrecht gesch├╝tzt. "Zu Geld gemacht" wird sie durch die GEMA, die die Musiknutzer:innen f├╝r die ├Âffentliche Wiedergabe zur Kasse bittet und diese Einnahmen an ihre Mitglieder aussch├╝ttet. Diese sind die genannten Urheber:innen und aber auch Verlage. Letztere ├╝bernehmen die kommerzielle Verwertung des Songmaterials. Daf├╝r binden sie zun├Ąchst Urheber:innen und oder deren Songs vertraglich an sich und versuchen daraufhin die Werke medial unterzubringen. Das hei├čt in Filmen, Werbungen, Serien, Beitr├Ągen, Videospielen etc. Wenn die Urheber:innen allerdings nicht selbst performen, wird im ersten Schritt zun├Ąchst die passende Interpret:in gesucht, um den Song ggf. mit Hilfe von Produzent:innen aufzunehmen. Die fertigen St├╝cke werden anschlie├čend von Labels vertrieben, wobei an deren Stelle heutzutage sehr h├Ąufig sog. Content-Aggregatoren treten, die sich gegen eine geringe Bezahlung um die Auslieferung der Musik zu den ├╝blichen Streaming-Plattformen k├╝mmern. Werden die Studioproduktionen danach in Funk und Fern verwendet, wird ├╝ber die GEMA ein Teil der Geb├╝hren an die GVL weitergeleitet, die wiederum ihre Mitglieder - an den Aufnahmen beteiligte Personen und Labels - daf├╝r entlohnt. Gesch├╝tzt wird deren Beitrag durch das sog. Leistungsschutzrecht, ein verwandtes Schutzrecht, welches ebenfalls im Urheberrecht verankert ist. Da der Vertrieb von Musik alleine heutzutage oftmals nicht mehr genug abwirft, existieren mittlerweile sehr viele Verlag-Label-Hybride, die beide Seite der Musikwirtschaft bedienen und auswerten. In diesem Falle spricht man oft von einem 360┬░ Angebot bzw. von 360┬░ Deals.

Wir schauen uns die einzelnen Bl├Âcke genauer an:

Urheber:innen

Wir haben hier bereits einen vollst├Ąndigen Artikel zum Thema Urheberschaft ver├Âffentlicht. Zusammengefasst gibt es drei Gruppen von Urheber:innen, also Menschen, die die Songs schreiben: Komponist:innen, Textdichter:innen und Bearbeiter:innen.┬áBei Bands stellt sich mitunter die Frage, wer nun tats├Ąchlich mitgeschrieben hat? Speziell dann wenn es um die Anmeldung des Werks bei der GEMA, also letztlich um Geld geht. Hier m├╝sste rein theoretisch ├╝berpr├╝ft werden, ob der jeweilige Beitrag eine gewisse Sch├Âpfungsh├Âhe erreicht.┬áBeispielsweise erreichen die vier Standard-Akkorde alleine diesen Grad der Originalit├Ąt nicht. In Kombination mit Melodie und Text allerdings m├Âglicherweise schon. Ebenso verh├Ąlt es sich mit den meisten Standard-Beats, Basslines, Gitarren-Licks etc. Daher muss individuell ├╝berpr├╝ft werden, wie unverzichtbar die einzelnen Elemente f├╝r das Gesamtwerk sind. Wir empfehlen an dieser Stelle jedoch einen bandinternen Deal zu finden, sofern der Song gemeinsam ausgearbeitet wird.

Mittlerweile ist es im Popularmusikbereich ├╝blich, dass mehrere Autor:innen an einem Song beteiligt sind. Verlage schlie├čen sich zusammen und organisieren sog. Songwriting-Camps. Dorthin werden verschiedene Verlagsautoren und freie Songwriter:innen geschickt, um gemeinsam und in wechselnden Kombinationen St├╝cke f├╝r andere Interpret:innen zu schreiben. Davon erhofft man sich h├Âhere Erfolgschancen und nat├╝rlich auch qualitativ hochwertige Songs. Oftmals werden daf├╝r im Vorfeld Pitches von Labels gesammelt, d.h. Ausschreibungen f├╝r K├╝nstler:innen, die auf der Suche nach neuen Songs sind. Manche Camps schreiben sogar dediziert nur f├╝r einen Act. Daneben gibt es nat├╝rlich noch unz├Ąhlige andere Formen von sog. Co-Writes bzw. Co-Writing-Sessions. Viele Interpret:innen sind selbst am Songwriting beteiligt, holen allerdings sporadisch weitere Schreiber:innen dazu.

In den seltensten F├Ąllen werden Urheber:innen im Vorfeld f├╝r ihre Arbeit bezahlt. Zwar werden Reisekosten ├╝bernommen und von Verlagen oftmals Vorsch├╝sse (siehe unten, Verlag) gezahlt, die einzige Einnahmenquelle sind trotzdem GEMA-Tantiemen. Ist ein Song nicht erfolgreich, sprich wird nicht aufgef├╝hrt, nicht im Radio gesendet und nur moderat gestreamt, so bleibt f├╝r die Songwriter:innen fast nichts ├╝brig.

Interpret:innen

Die ausf├╝hrenden Musiker:innen auf der B├╝hne und im Studio fasst man als Interpret:innen zusammen. Oftmals sind Interpret:innen und die Urheber:innen identisch bzw. schreiben in Form von Co-Writings selbst am Song mit. Dadurch stehen ihnen auch ein Teil der GEMA-Einnahmen zu.┬áInterpret:innen, die nicht am Songwriting, aber an den Aufnahmen beteiligt waren, k├Ânnen ├╝ber ihre GVL-Mitgliedschaft mitverdienen. Dies ist besonders wichtig f├╝r Gast- oder Studiomusiker:innen, die dar├╝ber hinaus nicht an Livegagen, Lizenzeinnahmen durch Streams etc. beteiligt sind. Beide sind neben dem Verkauf von Merchandise-Produkten die Haupteinnahmequellen f├╝r Interpret:innen.

Produzent:innen

Gemeint sind hier die k├╝nstlerischen Produzent:innen, die mit dem Act im Studio stehen, Soundentscheidungen (mit)treffen, Songwriting-Ideen einbringen, das Arrangement beeinflussen, um insgesamt das Maximum aus K├╝nstler und Material herauszuholen. Heutzutage sind Produzent:innen oftmals Allesk├Ânner, d.h. haben ihr eigenes Studio, sind Engineer, Mixer etc. in einem. Die Grenzen sind mittlerweile flie├čend. Der Vollst├Ąndigkeit halber muss erw├Ąhnt werden, dass es neben dem "k├╝nstlerischen Produzenten" auch noch den "exekutiven Produzenten" gibt. Dieser ist klassisch Organisator:in im Hintergrund, h├Ąlt alle F├Ąden in der Hand, k├╝mmert sich um Finanzierung und Durchf├╝hrung und stellt das Team zusammen. Oftmals spricht man dabei auch von einem "Manager", wobei der Executive in der Theorie ├╝ber dem Manager steht. Diese Begrifflichkeiten sind allerdings alle nicht gesch├╝tzt: Jede/r kann alles sein. Das Ziel bleibt immer dasselbe. N├Ąmlich ein erfolgreiches Musikprojekt zu schaffen. Dabei sind Aufnahmen (Bild und Ton) unabdingbar.

Heutzutage wird Musik vornehmlich elektronisch produziert. Das hei├čt verk├╝rzt: Computer, Software, Kopfh├Ârer, Midi-Keyboard, Mikrofon und Audio-Interface. Mehr ben├Âtigen viele aktuelle Pop- und Chartsongs nicht mehr. Moderne Digital Audio Workstations (DAWs), wie Logic, Cubase, Ableton Live, Pro Tools etc. bringen von Haus auf alle n├Âtigen Effekte und Tools zur Audiobearbeitung mit. Seien es Kompressoren, Hall- und Raumeffekte und Werkzeuge zur Stimmbearbeitung, alles ist an Bord. Virtuelle Soundbibliotheken mit Abbildungen von buchst├Ąblich jedem existierenden Instrument k├Ânnen mit Hilfe eines MIDI-Keyboards angesteuert und damit sozusagen gespielt werden. Schlagzeug? Kein Problem! Trompeten? Nichts leichter als das! Und selbst wenn man nichts selbst einspielen m├Âchte, findet man unz├Ąhlige Soundvorlage, Samples und Loops, um seine eigenen Songs daraus zu basteln. Lediglich ein Mikrofon wird ben├Âtigt, damit die Stimme der S├Ąnger:innen eingefangen werden kann. Zur ├ťbersetzung des analogen Gesangs in ein digitales Signal und umgekehrt ben├Âtigt man zus├Ątzlich ein Audio-Interface. Diese haben in den letzten zehn Jahren einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Wurden Homerecordings damals noch oft f├╝r die magere Qualit├Ąt bel├Ąchelt, so sieht es mittlerweile g├Ąnzlich anders aus.┬áNicht wenige Hits der letzten Jahre sind in den heimischen Schlafzimmern der K├╝nstler:innen entstanden, auch wenn die finalen Mixes und Masters oftmals von Profis und in entsprechend optimierten Studios angefertigt wurden. Trotzdem kann festgehalten werden, dass es noch nie so einfach und g├╝nstig war qualitativ hochwertige Musik zu produzieren wie heute.

Verlage

Verlage sind die gro├čen Unbekannten im Musikgesch├Ąft und werden f├Ąlschlicherweise oft Synonym mit Labels verwendet. Allerdings verwerten sie im Gegensatz zu Plattenfirmen keine Aufnahmen, sondern das formlose Werk an sich. Das hei├čt Musik, Melodie, Text, Reihenfolge usw.┬áKlassisch gesehen z├Ąhlte der Notendruck zu den Hauptaufgaben von Musikverlagen - eben analog zu anderen Verlagstypen. Nachdem im Popbereich u.a. durch das Internet die Nachfrage an gedruckten Noten massiv zur├╝ckgegangen ist, konzentrieren sich Verlage aktuell auf die Zweit- und Drittverwertung von Songmaterial. Das hei├čt sie fokussieren sich vereinfacht auf kommerzielle Nutzungen ihrer Werke nach der Ver├Âffentlichung auf CD / Vinyl oder den Streaming-Plattformen (Erstverwertung). Beispiele daf├╝r w├Ąre die Einbindung von Musik in Werbungen, TV, Filmen, Videospielen et cetera. Die Kopplung von Bild und Ton wird umgangssprachlich auch "synching" genannt und ist ein ├Ąu├čerst lukratives Gesch├Ąft. Damit es ├╝berhaupt "Ton" gibt, suchen Verlage zun├Ąchst nach Material respektive neuen Autor:innen. Diese werden h├Ąufig exklusiv an den Verlag gebunden. Das hei├čt alle neuen Werke flie├čen automatisch in das Repertoire des Verlags ein. Sofern der/die Autor:in nicht selbst auch Interpret:in ist, versucht der Verlag hier jemanden zu finden, der oder die den Song aufnimmt und im besten Falle live performed. Oftmals wird daher die N├Ąhe zu Labels gesucht. Es wird also - stark vereinfacht - mit Liedern gehandelt. Entsprechend stammt der gr├Â├čte Teil der Verlags-Einnahmen aus GEMA-Erl├Âsen, bei der alle Verlage Mitglied sind.

Wie oben bereits skizziert leben Autor:innen lediglich von GEMA-Einnahmen, die an feste Aussch├╝ttungstermine gebunden sind. Um diese Zeit zu ├╝berbr├╝cken und um Autor:innen fest an sich zu binden, zahlen Verlage h├Ąufig Vorsch├╝sse auf zu erwartende GEMA-Tantiemen. Diese Zahlungen sind allerdings nicht selten an eine Mindesteinbringmenge an Songs pro Jahr gekn├╝pft und k├Ânnen ausschlie├člich mit GEMA-Einnahmen zur├╝ckgezahlt werden. Das hat zur Folge, dass sich die Vertr├Ąge automatisch so lange verl├Ąngern, bis alles zur├╝ckgezahlt aka "recouped" ist. Resultierend sind Exklusivautor:innen mitunter ├╝ber Jahre an einen Verlag gebunden, wodurch auch alle neuen Songs in das bestehende Repertoire ├╝bergehen. Das kann sich als problematisch erweisen, wenn man den Verlag wechseln und oder einen neuen Vorschuss aushandeln m├Âchte. Zudem setzen immer mehr Labels darauf auch die Verlagsanteile zu bekommen. Wenn diese nicht verf├╝gbar sind, sinkt das Interesse potentieller Label-Partner.

Au├čerdem zahlt man den Vorschuss nicht mit den vollen 100% der GEMA-Einnahmen zur├╝ck, sondern lediglich mit dem eigenen Anteil. Die Verteilung ist zwar nicht g├Ąnzlich unver├Ąnderlich, allerdings sieht der Verteilungsplan der GEMA eine Aufteilung von 8/12 f├╝r Urheber:innen und 4/12 f├╝r Verlage im Auff├╝hrungs- und Senderbereich vor. Das hei├čt, jedes Mal wenn ihr eure Songs live spielt bekommt euer Verlag 33,34% der GEMA-Einnahmen. Bei CD- und Vinylpressungen sind es sogar 40%. Entsprechend m├╝sst ihr f├╝r euch kalkulieren, ob ein Verlag so viel mehr f├╝r euch herausholt, als er letztlich kostet. Sicherlich sind Vorschusszahlungen interessant und bringen eine gewisse Sicherheit in das unstetige Leben von Songwriter:innen, allerdings handelt es sich umgedreht auch nur um einen Kredit mit extrem hohen Zinsen. Der einzige Vorteil ist, dass man ihn nicht zur├╝ckzahlen muss, wenn man sich morgen entschlie├čt keine Musik mehr zu machen.

Letztlich bleibt zu sagen, dass man bei Verlagen auf jeden Fall doppelt ├╝berpr├╝fen muss, ob und wie viel Sinn eine Zusammenarbeit macht. Viele unseri├Âse Verlage nehmen alles unter Vertrag, was nicht bei drei auf den B├Ąumen ist, kr├╝mmen keinen Finger f├╝r euch und kassieren buchst├Ąblich ewig lange, wenn eure Songs genutzt oder gespielt werden. Die gesetzliche Schutzfrist betr├Ągt n├Ąmlich 70 Jahre nach dem Tod der Autor:innen. So lange verdienen Verlage an euren Songs. Ein Kompromiss sind Einzeltitel-Vertr├Ąge den denen nur die Rechte von ausgew├Ąhlten Titeln an der Verlag ├╝bergehen. Diese unterliegen dann zwar ebenfalls der gesetzlichen Schutzfrist, allerdings sind die Autor:innen nicht gebunden. Liefert der Verlag nicht ab, dann werden einfach keine weiteren Songs mehr eingebracht.

Das Argument, dass Verlage zudem die langweilige Büroarbeit bzw. die Administration übernehmen stimmt sicherlich zu einem gewissen Grad. Ihr bekommt aber keinen Cent weniger, wenn ihr gewissenhaft eure Abrechnungen selbst  überprüft und falls notwendig Fehler bei der GEMA reklamiert.

Kurz gesagt: Lasst euch nicht verarschen :). Es gibt wirklich super Verlage, die immens viel f├╝r ihre Autor:innen bewirken. Aber es gibt leider auch viele Abzocker, die aus der Unwissenheit vieler Newcomer Profit schlagen wollen. Falls ihr euch unsicher seid, schreibt uns gerne eine Nachricht.Vertragstypen: Autorenexklusivvertrag // Einzeltitelvertrag

GEMA

Eine detaillierte ├ťbersicht ├╝ber die GEMA findet ihr in unserem Artikel┬áPOP! BASICS #1 ÔÇô Die GEMA f├╝r Musiker:innen.

Kurz gesagt: Die GEMA ist eine Verwertungsgesellschaft, die f├╝r Urheber:innen und Verlage Geld von Musiknutzer:innen einsammelt, wenn sie GEMA-Repertoire verwenden. Nutzer:innen sind alle, die Musik ├Âffentlich wiedergeben, spielen, senden, ver├Âffentlichen usw. Also Clubs, Konzertveranstalter, der Einzelhandel, Radios, TVs, Webseiten, Demonstrationen (ja!), Bars, Kneipen, Fris├Ârsalons ... - die Liste ist lange. Viele davon haben Pauschalvertr├Ąge, zahlen also einmalig pro Jahr f├╝r Musiknutzung. Andere zahlen dediziert zum Beispiel nach Besucherzahl, Kartenverk├Ąufen oder Produktionskosten. Falls ihr etwas veranstalten wollt und dabei Hilfe ben├Âtigt, meldet euch gerne bei uns direkt. Denn das Tarifsystem ist relativ undurchsichtig und starr. Ebenso ziert sich die GEMA nicht zus├Ątzlich zu den bereits knackigen Tarifen Strafgeb├╝hren zu verlangen, wenn Veranstaltungen nicht angemeldet und oder zu sp├Ąt abgerechnet werden. Die laute Kritik von dieser Seite ist also durchaus berechtigt. Au├čerdem werden auch die Urheber:innen selbst zur Kasse gebeten, wenn sie beispielsweise eigene Songs auf CD pressen wollen, die bei der GEMA gemeldet sind.

Dennoch ist die Verwertungsgesellschaft f├╝r viele Musiker:innen eine wichtige, manchmal sogar die einzige Einnahmequelle. Bei aller Kritik darf dieser Punkt keineswegs nicht ausgespart werden. Falls ihr weitere Informationen oder Hilfe beim Mitgliedsantrag ben├Âtigt, lasst es uns gerne wissen oder schaut hier vorbei.

Wichtig: Verwertet wird das Lied an sich, also die geistige pers├Ânliche Sch├Âpfung der Urheber:innen, nicht die Aufnahme. Wenn also eine Cover-Band fremdes Material performed, so fallen ebenso Geb├╝hren an, die letztlich zu den Originalurheber:innen zur├╝ckflie├čen.

Ganz wichtig: DIE GEMA SCH├ťTZT KEINE WERKE!!! Nur ein Notar sch├╝tzt euch garantiert.

GVL

Die GVL steht oft im Schatten der GEMA, da diese auch stellvertretend f├╝r beide das Geld eintreibt und somit auch abrechnungstechnisch im Vordergrund steht. Im Grunde ├╝bernimmt die GVL dieselbe Aufgabe wie die GEMA, nur eben auf der Seite der Leistungsschutzrechte. Das hei├čt anstelle Geld f├╝r die Nutzung von geistigem Songmaterial einzutreiben, k├╝mmert sich die GVL um die Entlohnung der ausf├╝hrenden Musiker:innen, Produzent:innen und Labels, die an der Herstellung Musik-Aufnahmen beteiligt sind. Dadurch entf├Ąllt der Live-Bereich bei Auswertung. F├╝r jede sog. Sendeminute gibt es allerdings Geld. Auf diese Weise partizipieren zum Beispiel Studiomusiker:innen am Erfolg eines Songs, die sonst nicht Teil des Acts sind und daher keine Konzertgagen, Lizenzerl├Âse und GEMA-Anteile erhalten. Die Mitgliedschaft ist bei der GVL ├╝brigens kostenlos, w├Ąhrend sie bei der GEMA im Jahr 50ÔéČ kostet. Es schadet also nicht, wenn man sich dort anmeldet.

F├╝r Labels ist die GVL die erste Anlaufstelle, da diese in Deutschland die Labelcodes vergibt.

Labels

Plattenfirmen sind klassisch gesehen Tontr├Ągerhersteller, d.h. sie finanzierten die extrem teuren Studioaufnahmen, ├╝bernahmen die Pressung von Tontr├Ągern und zumeist auch den Vertrieb (samt Promotion) dieser, wobei Letzteres h├Ąufig outgesourced wurde und wird. Die K├╝nstler:innen werden anschlie├čend mit einem kleinen Prozentsatz an Verkaufs- bzw. Streamingerl├Âsen beteiligt, haben daf├╝r aber ein geringeres finanzielles Risiko. Mit dem Einbruch von CD-Verk├Ąufen Anfang der 2000er und der jahrelangen Talfahrt mussten sich viele Labels neu erfinden und bisherige Herangehensweisen komplett ├╝berdenken. ├ťppige Produktionskostenvorsch├╝sse sind daher eine Seltenheit geworden, stattdessen ist Risikominimierung angesagt. Bands und Musiker:innen m├╝ssen h├Ąufig in Vorleistung gehen und mit fertigen Aufnahmen vor der T├╝r stehen, damit ├╝berhaupt jemand die Klingel h├Ârt. Denn w├Ąhrend vor zwei Jahrzehnten CD-Verk├Ąufe alleine auch kleine Labels ├╝ber Wasser halten konnten, so werfen Streams heute oft zu wenig ab, um sich lediglich darauf fokussieren zu k├Ânnen. Aus diesem Grund haben sich etliche Hybridformen entwickelt: Labels ├╝bernehmen h├Ąufig auch die Verlagsarbeit, verbuchen ihr Acts teilweise selbst und vertreiben K├╝nstler:innen-Merchandise. Oft sind sie auch an Gagen und sonstigen Honoraren beteiligt, weswegen man hier von einem 360┬░-Deal spricht. Diese Vertragskonstellation kann f├╝r die Acts undankbar sein, da man sich sehr stark an einen Partner bindet, entsprechend relativ viel Einfluss von au├čen zulassen muss und nat├╝rlich ├╝berall einen Teil der eigenen Einnahmen abgibt. Auf der andere Seite hat man im besten Falle einen starken Partner in alle diesen Bereichen an Bord.

Viele erfolgreiche Labels agieren eher als Lifestyle-Kollektiv, bei der Musik zwar ein sehr gro├če Rolle spielt, jedoch nicht die einzige. So werden gemeinsame, label-umspannende Aktionen, Tourneen, Videoreihen, Designs, Kampagnen, Merchandise-Sales etc. geplant, die auch das Label als Marke etablieren sollen. Eine solche Zusammenarbeit, gepaart mit eine fairen Vertragskonstellation, kann auf jeden Fall empfohlen werden. Ansonsten stellt sich die Frage, ob man heutzutage noch dringend ein Label ben├Âtigt? Es ist so g├╝nstig und einfach wie noch nie Musik aufzunehmen, zu ver├Âffentlichen (siehe Wie kommt meine Musik zu Spotify, Apple Music, Deezer, Amazon etc. ?) und zu bewerben. Ein Blick in die Single-Charts der letzten Monate zeigt unz├Ąhlige Acts, die ohne bzw. mit eigenem DIY-Label gro├če Erfolge feiern. Es geht also auch auf jeden Fall ohne. Gerade Newcomern (egal, welchen Alters) raten wir daher m├Âglichst viel selbst zu machen und das m├Âglichst lange. Denn die Erwartungshaltung, die auch oft an uns herangetragen wird, dass Labels alles ├╝bernehmen und man sich dann nur aufs Musik machen konzentrieren kann, ist schlichtweg falsch. Selbst bei K├╝nstlerexklusivvertr├Ągen mit den Major Labels (Warner, Sony, Universal) ist dies nicht der Fall, auch wenn man hier nat├╝rlich weniger Risiko tr├Ągt. Man sollte sich also immer zwei Punkte vor Augen f├╝hren:

1) Man darf und kann seinen eigenen Erfolg bzw. das eigene Wachstum nicht von einem Label abh├Ąngig machen. Sonst beschneidet man sich unn├Âtig selbst, solange man noch kein Label hat. Au├čerdem wird die Entt├Ąuschung umso gr├Â├čer ausfallen, wenn man dann schlie├člich irgendwo untergekommen ist.

2) Wof├╝r brauche ich ├╝berhaupt ein Label? An welchem Punkt komme ich tats├Ąchlich selbst nicht weiter? Was kann ich tats├Ąchlich nicht alleine machen? Falls ihr dazu fragen habt, schreibt uns gerne eine Nachricht :).Viele Labelservices kann man ├╝brigens auch direkt einkaufen, ohne eine Vertragskonstellation einzugehen. Beispielsweise hier. Aber wie gesagt, notwendig ist das alles nicht.

An dieser Stelle m├Âchten wir eine etwas ausgelutschte Metapher bem├╝ht : Ein gutes Label kann dir T├╝ren ├Âffnen, die du selbst nicht ├Âffnen kannst. Durchgehen musst du allerdings noch immer selbst. Arbeit sparen wird dir ein Label nicht. Eher im Gegenteil. Au├čerdem werden mit steigender Reichweite die Interessenten von selbst ankommen. Macht euch also keinen Stress wegen eines Labels, sondern k├╝mmert euch beispielsweise lieber um eine lebhafte Internetpr├Ąsenz, bindet H├Ârer:innen an euch und wachst organisch. Abk├╝rzungen gibt es auf dem Weg zum Erfolg keine.

 

Vertragstypen:

Band├╝bernahme-Vertrag: ÔÇ×klassischerÔÇť Plattenvertrag K├╝nstler:in geht in Vorleistung, finanziell und kreativ (manchmal gibt es Produktionskosten-Vorschuss) ├ťbergibt fertiges ÔÇ×MasterbandÔÇť an Label Label vertreibt das fertige Produkt und beteiligt K├╝nstler Beteiligung h├Âher als beim KEV, 15-25%, Online z.B. 50/50 je nach Verkaufszahl staffelnd h├Âher ÔÇ×PunkdealsÔÇť, Einnahmen werden anteilig verrechnet, danach 50/50. K├╝nstlerexklusivvertrag: ÔÇ×Popstar-VertragÔÇť Label entscheidet und finanziert stark vereinfacht gesagt alles Einnahmenbeteiligung des K├╝nstlers wesentlich geringer (oft 5-10%) Kreative Freiheit deutlich eingeschr├Ąnkt 360┬░ Deals oftmals inbegriffen, d.h. Label bekommt zus├Ątzlich Verlags-, Gagen- und Merchandise-Anteile K├╝nstler:in hat allerdings kein Risiko

Mustervertr├Ąge findet ihr u.a. hier.


Weiterf├╝hrende Links:

https://www.gema.de/

POP! BASICS - Zusammenh├Ąnge in der Musikwirtschaft

POP! BASICS #1 ÔÇô Die GEMA f├╝r Musiker:innen

POP! BASICS #2 ÔÇô GEMA-Kalkulator f├╝r Muskiker:innen

POP! BASICS #3 ÔÇô Werkanmeldung bei der GEMA ÔÇô Wer ist Urheber?

POP! BASICS #4 ÔÇô Cover oder Bearbeitung? Sample? Remix?