Logo der KSK

Wie komme ich in die Künstlersozialkasse?

Für die meisten Musiker*innen ist die Künstlersozialkasse ein riesige finanzielle Erleichterung. Wo unternehmerische Selbstständige ihre Sozialversicherungskosten komplett selbst stemmen müssen, übernimmt der Staat für Künstler*innen die Hälfte der Beiträge. Aber wusstest Du, dass die KSK gar nicht freiwillig ist, sondern Pflicht? Und dass sie selbst gar keine Versicherung ist? Wenn Du bisschen mehr verstehen willst, was die KSK eigentlich ist und woher das Konstrukt kommt, lies Dir den ganzen Artikel durch. Wenn Du einfach wissen möchtest, wie Du in die KSK kommst und welche Voraussetzungen Du erfüllen musst, scroll nach unten.

Sozialversicherung ist Pflicht

Seit 1983 fördert der Bund über die Künstlersozialkasse Kreativschaffende, indem er ihnen den Zugang zur gesetzlichen Sozialversicherung ermöglicht. Natürlich war es vorher möglich, sich selbstständig oder freiberuflich künstlerisch zu betätigen, man musste sich dabei aber auch freiwillig versichern und damit den vollen Beitrag selbst zahlen. Angestellte sind bis zu einem bestimmten Einkommen verpflichtet, sich gesetzlich zu versichern und zahlen nur grob die Hälfte des Beitrags für die Sozialversicherung. Den anderen Teil übernimmt der Arbeitgeber. Im Laufe der 70er Jahre wurde mehr und mehr klar, dass Kreativschaffende in der Regel nicht über adäquate finanzielle Mittel verfügen, um sich entsprechend zu versichern. Daraufhin beschloss man, dass unter bestimmten Voraussetzungen der Bund in Form einer Künstlersozialkasse einen Teil der Kosten übernimmt – ähnlich wie der Arbeitgeber in Angestelltenverhältnissen.

KSK ist keine Versicherung

Die KSK sorgt also dafür, dass Künstler*innen und Publizist*innen einen ähnlichen Versicherungsschutz genießen wie Arbeitnehmer*innen. Dabei bietet sie selbst keine Versicherungen an, sondern bezuschusst die Beiträge zu Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ihrer Mitglieder, die bei den gängigen Krankenkassen versichert sind. Damit steht selbstständigen Künstler*innen und Publizist*innen der gesamte gesetzliche Leistungskatalog zur Verfügung. Bei welcher Krankenkasse man sich versichert, ist in der Regel frei wählbar. Große Unterschiede im Angebot gibt es aber sowieso nicht.

Woher hat die KSK ihre Mittel?

Während rund die Hälfte der monatlichen Beiträge selbst aufzubringen sind, wird der Rest von der KSK an die Krankenkasse überwiesen. Das Geld dafür bekommt die KSK zu 2/5 aus staatlichen Mitteln und zu 3/5 aus Abgaben von Verwerter*innen der künstlerischen und publizistischen Erzeugnisse. Wer also regelmäßig künstlerische Leistungen bucht, muss eine Abgabe (4,2% des Dienstleistungswertes) an die KSK zahlen.

Wie hoch ist der Beitrag zur Versicherung?

Die Beitragsbemessung erfolgt durch die Krankenkasse, beruht aber auf der Meldung des voraussichtlichen Jahreseinkommens, das man jeweils im Dezember des Vorjahres der KSK melden muss. Verändert sich diese Prognose im Laufe des Jahres, kann sie jederzeit angepasst werden. In manchen Fällen prüft die KSK stichprobenartig ihre Mitglieder, ob die gemeldeten Jahreseinkommen der Realität entsprechen. Betrüger*innen müssen mit einer Strafe rechnen.

Für Künstler*innen ist die KSK Pflicht

Die Künstlersozialkasse prüft die Berechtigung und zahlt den Teil des Beitrags, den bei Angestellten der Arbeitgeber an die Kranken- und Rentenkasse und die Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abführt. Normalerweise zahlen Freiberufliche und Selbstständige nämlich diese Beträge komplett alleine.

Selbstständige Musiker*innen (die keine Mitarbeiter*innen haben) sind bei der KSK grundsätzlich versicherungspflichtig. Das Einzige, das den Eindruck erwecken könnte, dass es eine freiwillige Entscheidung wäre, ist oft das Gerede von: „Wie komme ich in die KSK?“

Das Gesetz sagt im Grunde, dass Künstler*innen und Publizist*innen grundsätzlich versicherungspflichtig sind (§1 KSVG Nr. 1). Dass heißt, sie können sich nicht aussuchen, ob sie sich freiwillig gesetzlich versichern oder doch zu einer privaten Krankenversicherung wechseln – sie sind pflichtversichert. Die Wahl hat man erst ab einem jährlichen Einkommen von 64.350 Euro für 2022 (ergibt sich aus §6 SGB V Abs. 6).

Mindestens 3900 Euro pro Jahr, außer…

Versicherungsfrei allerdings sind diejenigen, welche pro Jahr weniger als 3.900 Euro mit dieser Tätigkeit verdienen. Diese Regel wiederum gilt nicht für die ersten drei Jahre, in denen man erstmals als Künstler*in tätig ist. Eine Ausnahme noch: Man bleibt versicherungspflichtig, wenn innerhalb von sechs Jahren die Einkommenshürde von 3.900 Euro nur zweimal unterschritten wurde. Der Gesetzgeber hat extra für 2020-2022 eine Ausnahme mitreingeschrieben (§3 KSVG).

Wie komme ich in die KSK?

Wer von der KSK bezuschusst werden möchte, stellt auf deren Homepage einen Antrag. Wichtig dafür sind Nachweise der selbstständigen künstlerischen Tätigkeit:

  • Belege Deiner Finanzen (Kontoauszüge, Quittungen, Vereinbarungen per Mail, Eigenbelege in der Buchführung (formlose Erklärung der Einkünfte, ansonsten kann es Steuerhinterziehung sein) etc.)
  • Belege von Gastspielverträge (Mails etc.)
  • Homepage, Social Media, Videos
  • Businessplan könnte evtl. etwas bringen
  • Steuern, Meldungen ans Finanzamt
  • Mitglied bei GEMA, GVL zu sein ist von Vorteil
  • keine andere Beschäftigung, die finanziell und zeitlich die Kunst übersteigt

Wie viel muss ich verdienen?
Dein jährliches Arbeitseinkommen (Einnahmen-Ausgaben der künstlerischen Tätigkeit) muss über 3900 Euro liegen. Außer in den ersten drei Jahren. Daneben darf innerhalb von sechs Jahren dieser Wert nur zweimal unterschritten werden.

Wie hoch ist der Beitrag?
Der Beitrag berechnet sich wie bei allen anderen gesetzlich Versicherten anhand Deines Bruttoeinkommens (Einnahmen-Ausgaben) und liegt 2022 bei einem jährlichen Verdienst von 10.000 Euro ca. bei 154 Euro. Hier findest Du einen Beispielrechner.

Darf ich nebenher noch arbeiten?
Bei einer geringfügigen Beschäftigung (bis 450 Euro pro Monat) ist das kein Problem. Bei mehr Verdienst (selbstständig oder angestellt) prüft die Krankenkasse, bei der Du versichert bist (z. B. TK, IKK, AOK, BKK etc.), welcher Job Dein Haupterwerb ist. Ausschlaggebend dafür sind der jeweilige Verdienst und die Zeit, die Du in den Job steckst.

Die KSK ist keine Krankenkasse!
Bei einer erfolgreichen Anmeldung bei der KSK überweist Du ihr zwar jeden Monat Deine Hälfte des Krankenkassenbeitrags, Du bist aber trotzdem bei einer der gängigen gesetzlichen Krankenkassen versichert. Die setzt Deinen Beitrag fest, den die KSK an die Kasse schließlich komplett überweist. Darin enthalten sind Deine vorher überwiesen Hälfte und die andere Hälfte, die der Staat durch die KSK für Dich übernimmt.

POP! ROT WEISS berät Dich kostenlos

Bei Fragen beraten wir Dich gerne kostenlos. Schreib uns einfach eine Mail an popularmusikberatung@bezirk-mittelfranken.de oder an die kontakt@pop-rot-weiss.de und wir telefonieren, videocallen oder treffen uns auf ein kühles Getränk (soweit möglich).


Open Stage "DEINE BÜHNE"

Endlich ist es wieder so weit. Ihr könnt auf die Bühne (zurück). Am Freitag, den 10.09. bieten wir eine Open Stage auf dem Gelände der Kulturoasis auf AEG in der Muggenhofer Straße 32. Eintritt erfolgt auf Spendenbasis. Nehmt Eure Instrumente mit!

https://www.pop-rot-weiss.de/events/pop-rot-weiss-deine-buehne/

Du willst endlich spielen. Musik machen. Leute damit begeistern. Spaß am Mikrofon haben. Vielleicht ist es Dein erstes Mal, vielleicht Dein tausendstes. Eins ist sicher: Es ist Deine Bühne.
Egal ob mit Lampenfieber oder ohne. Du bist hier herzlich willkommen. Wir von POP! ROT WEISS und die Kulturoasis stellen Dir alles zur Verfügung, was Du brauchst. Wenn Du Dich bis Mittwochabend anmeldest, dann gehen wahrscheinlich sogar besondere Wünsche.
Wenn nicht, komm einfach am Freitag und spiel, sing oder schrei Deine Musik raus. Wir freuen uns!
Der Open Stage Abend wird von einem professionellen Technikteam betreut. Du bekommst zwei Freigetränke und hast 20 Minuten Zeit, etwas von Dir zu präsentieren. Nach der Veranstaltung gibt’s eine Abrechnung von Einnahmen an der Bar und Eintrittsspenden. Davon bekommst Du im Nachgang Deinen Anteil. Gib uns also Deinen Kontakt.
Bring gerne Instrumente mit und melde Dich beim Technikteam oder an der Bar. Wir kümmern uns dann um Dich.
Gerne vorher ne Mail an kontakt@pop-rot-weiss.de
Oder per DM an @pop_rot_weiss auf Insta
Oder @pop.rot.weiss auf Facebook
Einlass 17:00
Beginn 18:00
Musik aus 22:00
Platz verlassen 23:00
Eintritt frei oder Spende
Eine Grafik auf der der titel der Veranstaltung steht und eine Hand ein Mikro ergreift.

Das Logo des GEMA-Stipendiums.

30 Millionen für Musiker*innen

30 Millionen hat die GEMA im Rahmen des Neustarts Kultur zur Verfügung gestellt bekommen. Das Geld soll Musiker*innen zuteil werden, die sich bei der GEMA dafür bewerben. Genannt wird die Förderung „Stipendium“, da man projektbezogen 5000€ für einen Zeitraum von vier Monaten bekommt. Maximal vergibt die GEMA damit also 6000 Stipendien. Die Bewerbungsphase hat Anfang August begonnen und endet am 29.08. Aber bitte schnell sein: Sind die Mittel schon vorher ausgeschöpft, wird das Antragsformular auch vorzeitig geschlossen.

Das Logo des GEMA-Stipendiums.
(c) GEMA

Es gibt ein paar Hürden zur Teilnahme. Man sollte GEMA-Mitglied sein. Eigentlich ist es Voraussetzung, aber in Ausnahmefällen scheinen auch Nicht-GEMA-Angehörige antragsberechtigt zu sein. Zum Beispiel, wenn man in einem anderen Branchenverband organisiert ist. Da die Künstlersozialkasse (KSK) eine Pflichtversicherung für hauptberuflich freiberufliche Künstler*innen ist, wird auch die Mitgliedschaft dort vorausgesetzt. Einzelfallentscheidungen soll es trotzdem geben.

Die GEMA möchte also einen KSK-Nachweis in Form einer Jahresbescheinigung und einen Einkommensnachweis. Den liefert man am besten mit dem aktuellen Steuerbescheid. Der Kern der Bewerbung besteht aber aus der Schilderung eines „Entwicklungsvorhabens“. Also einer Erklärung, warum man das Geld verdient hat und wofür man es braucht. 2000 Zeichen stehen dafür zur Verfügung. Das Stipendium soll eben nicht nur den Status Quo erhalten, sondern Kunst zukunftsweisend unterstützen.

Habt Ihr Fragen? Schaut Euch die recht übersichtliche Seite bei der GEMA an oder schreibt uns an kontakt@pop-rot-weiss.de

Stipendienseite der GEMA: https://www.gema.de/musikurheber/corona-hilfe-fuer-mitglieder/stipendienprogramm-2021/

 


Eine taubblinde Person ertastet die Gebärden ihres Gegenübers.

Mit den Händen sehen, hören und sprechen

Eine taubblinde Person ertastet die Gebärden ihres Gegenübers.
Eine taubblinde Person ertastet die Gebärden ihres Gegenübers. Fotos: Stiftung taubblind leben

Kommunikation ohne zu hören und ohne zu sehen, erscheint vielen unmöglich. Doch es gilt: geht nicht, gibt’s nicht. Wem hören und sehen vergeht, dem bleibt die taktile Welt.

Viele taubblinde Menschen sind gehörlos geboren und mit der Gebärdensprache aufgewachsen. Mit zunehmender Erblindung können diese Menschen die Gebärden zwar nicht mehr sehen, sehr wohl aber fühlen. Man nennt das taktiles Gebärden. Eine Person gebärdet, eine andere legt die Hände auf die Hände der gebärdenden Person und ertastet die Gebärden.

 

 

 

Eine Person schreibt mit den Fingern Lorm-Buchstaben in die Hand einer anderen Person.
Eine Person schreibt mit den Fingern Lorm-Buchstaben in die Hand einer anderen Person. Fotos: Stiftung taubblind leben

Eine weitere Verständigungsform ist das Lormen. Es handelt sich um ein Alphabet, das in die Hand hineingeschrieben wird. Für jeden Buchstaben gibt es eine spezifische Berührung. Für den „Sprecher“ ist das sehr leicht zu erlernen. Dies sind nur zwei von vielen Kommunikationsformen.

Klickt auf den folgenden Link, wenn Ihr wissen möchtet, wie Lormen funktioniert: https://www.pop-rot-weiss.de/lormen-lernen/

 

 

 

 

Was immer und für jeden geht: Das Schreiben von Blockbuchstaben in die Hand. Es dauert etwas länger als das Lormen, ermöglicht aber eine sehr einfache direkte Verständigung, auch ohne dass etwas „gelernt“ werden muss. Wer sich diese Verständigungsformen einmal sehen möchte, der kann auf der Homepage des Gebärdensprachdozenten Uwe Zelle ein Video anschauen: www.uwezelle.de/?p=256


Ein Foto von einem Lormen-Handschuh. Auf dem Stoff sind die Linien und Punkte abgebildet, die man für die jeweiligen Buchstaben machen muss.

Lormen - Kommunikation durch Berührung der Hände

Das Lorm-Alphabet von Hieronymus Lorm

Die einzelnen Buchstaben werden auf den Fingern und der Handfläche mit punkt- oder strichförmigen Berührungen dargestellt. Ein Abstrich, ob kurz oder lang, läuft immer in der Richtung Fingerspitze-Handwurzel, ein Aufstrich entgegengesetzt.

Mit freundlicher Unterstützung von: www.stiftung-taubblind-leben.de

Ein Foto von einem Lormen-Handschuh. Auf dem Stoff sind die Linien und Punkte abgebildet, die man für die jeweiligen Buchstaben machen muss.
Ein Lormen-Handschuh.

A Punkt auf die Daumenspitze

E Punkt auf die Zeigefingerspitze

I Punkt auf die Mittelfingerspitze

O Punkt auf die Ringfingerspitze

U Punkt auf die Kleinfingerspitze

Ä Zwei Punkte auf die Daumenspitze

Ö Zwei Punkte auf die Ringfingerspitze

Ü Zwei Punkte auf die Kleinfingerspitze

J Zwei Punkte auf die Mittelfingerspitze

B Kurzer Abstrich auf die Mitte des Zeigefingers

D Kurzer Abstrich auf die Mitte des Mittelfingers

G Kurzer Abstrich auf die Mitte des Ringfingers

H Kurzer Abstrich auf die Mitte des Kleinfingers

T Kurzer Abstrich zur Mitte des Daumens

L Langer Abstrich von den Fingerspitzen des Mittelfingers zum Handgelenk

P Langer Aufstrich an der Außenseite des Zeigefingers

St Langer Aufstrich am Daumen, Außenseite

Q Langer Aufstrich an der Außenseite der Hand (Kleinfingerseite)

Z Schräger Strich vom Daumenballen zur Kleinfingerwurzel

Ch X-förmiges Kreuz auf dem Handteller

Y Querstrich über die Mitte der Finger

X Querstrich über das Handgelenk

K Punkt mit vier Fingerspitzen auf den Handteller

M Punkt auf die Kleinfingerwurzel

N Punkt auf die Zeigefingerwurzel

V Punkt auf den Daumenballen, etwas außen

W Zwei Punkte auf den Daumenballen, etwas außen

C Punkt auf das Handgelenk

R Leichtes Trommeln der Finger auf dem Handteller

S Kreis auf dem Handteller

F Leichtes Zusammendrücken der Spitzen von Zeige- und Mittelfinger

Sch Leichtes Umfassen der vier Finger


Ein Porträtfoto von Rod Stewart. Er hat hinten und auf der Seite langes blondes Haar. Vorne ein Pony.

Einfachstars

Was ist Einfachstars?
Einfachstars ist eine Internet-Seite.
Hier findet Ihr sie:
www.einfachstars.info

Einfachstars ist eine Internet-Seite über Stars.
Sie ist in Leichter Sprache geschrieben.
Hier gibt es Neuigkeiten über Film-Stars.
Über Musiker und Musikerinnen.
Oder bekannte Sportler.
Über Mode.
Und über andere spannende Themen.

In diesem Text geht es um Rod Stewart:
Rod Stewart verrät das Geheimnis seiner Frisur.
Rod Stewart ist Sänger.
Er ist 76 Jahre alt.
Rod Stewart hat schon seit sehr langer Zeit dieselbe Frisur.
Für seine Frisur ist er sehr bekannt.
Hier sieht man seine Frisur:

Ein Porträtfoto von Rod Stewart. Er hat hinten und auf der Seite langes blondes Haar. Vorne ein Pony.
Rod Stewart 1972 (c) Allen Warren

Jetzt hat Rod Stewart verraten:
Wie macht er sich die Haare?
Benutzt er Haar-Spray?
Wie halten seine Haare?

Rod Stewart hat jetzt verraten:
Er benutzt dafür Mayonnaise.
Er tut sie in ein Hand-Tuch und wickelt es um seine Haare.
Danach kann er sie gut frisieren.

Wünschst Du Dir einen bestimmten Text auf Einfachstars?
Fehlt ein Star im Star-Lexikon?

Dann schreib gerne eine Nachricht an:
anne@einfachstars.info


Francesca Di Nato steht vor einer Marktbude am Jakobsplatz in Nürnberg und lächelt in die Kamera.

Inklusion beginnt im Kopf

Mein Name ist Francesca Di Nato.
Mich nennen aber alle Franci.
Ich bin von Geburt an blind. Außerdem arbeite ich bei DATEV und programmiere dort Software.

Francesca Di Nato steht vor einer Marktbude am Jakobsplatz in Nürnberg und lächelt in die Kamera.
"Inklusion geht uns alle etwas an", findet Franci.

In meiner Freizeit höre und mache ich gerne Musik oder gehe gerne wandern.
Was ich immer sage: Inklusion geht uns alle etwas an, nicht nur Betroffene.
Viele denken das leider. Aber Inklusion ist nicht getan, wenn beispielsweise ein Unternehmen Inklusionsbeauftragte hat.
Für mich beginnt Inklusion im Kopf. Das bedeutet für mich, dass jede:r uneingeschränkt die Möglichkeit haben muss, auf ein Festival oder in ein Café zu gehen, ohne dass ich mir als rollstuhlfahrende Person Sorgen machen muss, ob das Café Stufen hat oder ich eine Begleitperson für das Festival organisieren muss, weil ich blind bin.

Für mich persönlich ist das Thema der digitalen Barrierefreiheit wichtig. Viele Seiten oder Apps sind für Menschen, die nicht gut sehen können und mit einer Sprachausgabe arbeiten, nicht gut zugänglich.
Es ist wichtig, bei diesem Thema noch mehr Aufklärungsarbeit zu machen, weil viele Entwickler:innen nicht wissen, wie man barrierefrei programmiert.
Bessere Inklusion – das schaffen wir nur, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten.
Dabei ist wichtig, dass sich auch Menschen angesprochen fühlen, die keine direkte Berührung mit dem Thema haben. Zum Beispiel, weil sie keine Behinderung haben.

Das TV-Magazin Galileo hat einen Beitrag über Franci gedreht: https://youtu.be/FZQ0bwLKGrk

Ihr findet Franci unter: https://www.instagram.com/francidinato/


Natalie Dedreux steht vor der Kamera und lacht, um ihren Hals hängen Kopfhörer.

Ja das Down-Syndrom ist cool

Ja ich bin Natalie Dedreux und habe das Down-Syndrom und bin 22 Jahre alt und komme aus Köln. Ich bin Aktivistin für Menschen mit Down-Syndrom und ich schreibe für das Magazin OHRENKUSS und bin auf Instagram und auch auf Facebook unterwegs, wo ich zeige, dass ein Leben mit Down-Syndrom cool ist.

Natalie Dedreux steht vor der Kamera und lacht, um ihren Hals hängen Kopfhörer.
Natalie Dedreux hat Social Media griffbereit (c) Michaela Dedreux

Es wichtig ist, dass Menschen mit Behinderung gesehen werden und auch zu Wort kommen.

Musik bedeutet sehr viel für mich. Es ist mir wichtig, dass wir zur Musik wieder richtig abrocken können, weil ohne Musik geht nichts. Ich liebe die Musik aus meiner Heimat Köln und höre auch gerne Rock-Musik und Reggae-Musik. Festivals machen mir Spaß. Deshalb finde es schade, dass die Musiker wegen Corona nicht mehr auftreten können. Was man noch besser machen kann bei Festivals ist, dass es inklusiver gemacht wird. Zum Beispiel, dass auch die Menschen im Rollstuhl eine Möglichkeit haben nach vorne zu kommen. Und da kann man für die Menschen die gehörlos sind einen Dolmetscher haben, der die Musik in Gebärdensprache übersetzt. Und die Schilder mit den Informationen sollen in Leichter Sprache sein, damit ich da mal alleine mit Freunden hingehen kann, ohne Assistenz.

Sie spricht am 14.06. auf unserem Workshop "Barrierefreie Kommunikation". Der Workshop ist kostenlos für alle und online. Meldet Euch gerne unter kontakt@pop-rot-weiss.de an.

Hier findet Ihr Natalies Homepage: https://www.nataliededreux.de/

Hier Natalies Facebook: https://web.facebook.com/natalie.dedreux

Und Natalies Instagram: https://www.instagram.com/natalie.dedreux/


Itje alias Käthe deKoe im Porträt

Perspektivwechsel mit Käthe deKoe

Da mein Name Itje noch nicht außergewöhnlich genug war, habe ich beschlossen vor 12 Jahren unter dem Namen Käthe deKoe unter anderem Konzerte zu fotografieren. Ich bin kleinwüchsig, 1,23 m groß und 36 Jahre alt. Also die ideale Konzertfotografin, da ich den Zuschauer:innen nicht die Sicht nehme. Viele Menschen sagen mir, ich hätte in meinen Bildern eine ganz andere Perspektive als andere Fotograf:innen. Ich kenne nur meine Sicht durch die Kamera und so ist es vielleicht ganz gut, dass ich mich nicht vergleichen lassen muss.

Auch mache ich künstlerische Fotos und hatte schon ein paar Ausstellungen. Dort werden die Bilder dann für „normal“-große Menschen auf deren Höhe ausgestellt. Bei meinen eigenen Bildern ist es mir nicht wichtig, aber wenn ich selbst ein Museum oder eine Ausstellung besuche, muss ich meistens ganz weit von den Werken weg stehen, um die Bilder ohne Verzerrung anschauen zu können. Und meistens stehen auch noch Menschen davor und versperren mir die Sicht. Dann nehme ich mir die Geduld und warte bis sie gehen und ich die Bilder von der Ferne anschauen kann. Neulich habe ich ein Bild gemalt, das von vorne ziemlich langweilig aussieht, aber wenn man es von unten betrachtet, sieht es so aus, als ob es ein Foto ist. Vielleicht sind die unterschiedlichen Perspektiven ja auch ganz praktisch, da ich den Menschen eine andere kreative Sichtweise vom Leben geben kann – indem ich einfach so bin, wie ich bin.

Besucht Itjes Website hier: https://www.kaethedekoe.com/

Oder ihr Facebook hier: https://www.facebook.com/kaethedekoe

Oder schaut Euch ihr Instagram hier an: https://www.instagram.com/itje_/


Boran Colak spielt ein Stück auf dem Flügel

Musik ist mein Leben

Ich bin Boran und möchte Euch über das Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte Nürnberg – bbs nürnberg – berichten. Dort gibt es auch eine Berufsfachschule für Musik.

Boran Colak sitzt am Flügel und blickt in die Kamera
Boran Colak hat eine Ausbildung zum Musiker gemacht. (c) Petra Ondrusek

Ich bin 20 Jahre alt und gerade im dritten Ausbildungsjahr. Ich bin von Geburt an blind und habe das absolute Gehör. Im Alter von drei Jahren habe ich begonnen Klavier zu spielen. Ich konnte die Melodien, die ich hörte, sofort auf dem Piano nachspielen. Letztes Schuljahr habe ich den Abschluss zum staatl. geprüften Ensembleleiter gemacht. Jetzt bin ich in der Künstlerischen Zusatzqualifizierung und bereite mich auf ein Studium an einer Musikhochschule vor. Die Berufsfachschule für Musik an der bbs nürnberg ist im deutschsprachigen Raum die einzige Schule, in welcher blinde und sehbehinderte Schüler:innen professionell musikalisch unterrichtet werden. In der bbs gibt es noch vieles mehr, wie das Freizeitzentrum und das Internat für die Schüler:innen, die weit weg wohnen. An der bbs gefällt es mir, weil man auf individuelle Bedürfnisse sofort eingehen kann. Alle sind nett und cool. Ich spiele Klassik, Pop, Jazz, Rock, bin praktisch überall zu hause. Ich komponiere auch mit Leidenschaft und improvisiere gerne.

Facebook: https://www.facebook.com/bbsnuernberg

Instagram: https://www.instagram.com/bbsnuernberg/

https://www.xn--bbs-nrnberg-xhb.de/index.php/bf/ausbildungen/musik