Icon und Gebärde für Dometscher

Die Deutsche Gebärdensprache

Quelle: Deutscher Gehörlosen-Bund e. V.

Icon und Gebärde für Dometscher
Unser Icon für Gebärdensprachendolmetscher beruht auf der Gebärde für Dolmetscher

Was ist Gebärdensprache?

Gebärdensprachen sind visuell-manuelle Spra­chen, die natürlich entstanden sind. Gebärden­sprachen bestehen neben Handzeichen aus Mimik und Körperhaltung. Sie verfügen über ein umfas­sendes Vokabular und eine eigenständige Gram­matik, die grundlegend anderen Regeln folgt als die Grammatik gesprochener Sprachen. Gebärdensprachen sind ebenso komplex wie gesprochene Sprachen, auch wenn sie anders aufgebaut sind. Von der Sprachwissenschaft sind Gebärdensprachen als eigenständige, vollwertige Sprachen anerkannt.

Was bedeutet DGS?

Die Abkürzung DGS bedeutet Deutsche Gebärden­sprache. Die DGS verfügt über ein eigenständiges und komplexes Sprachsystem, das sich in seiner Grammatik grundlegend von der Deutschen Laut- ­und Schriftsprache unterscheidet. Sie ist als voll­wertige Sprache in Deutschland seit 2002 anerkannt.
Die DGS ist eine innerhalb der deutschen Gehör­losengemeinschaft gewachsene Sprache. Sie ist in ihrem Vokabular nicht bundesweit einheitlich, sondern verfügt über etliche Dialekte, vergleichbar mit der Deutschen Lautsprache (in Bayern spricht man z. B. anders als in Nordrhein Westfalen und gebärdet auch anders). Deshalb kann es in einigen Regionen Vokabeln geben, die in anderen nicht angewandt werden.

Ist die Gebärdensprache international?

Die Gebärdensprache ist nicht international. Wie die DGS über Dialekte verfügt, besitzt jedes Land seine eigene Gebärdensprache, in der sich auch regionale Dialekte entwickelt haben.
In der Kommunikation mit Gehörlosen, die andere nationale Gebärdensprachen benutzen, verwenden Gehörlose „International Signs". Dabei handelt es sich nicht um ein einheitliches System, wie bspw. „Gestuno", das gebärdensprachliche Pendant zur internationalen Lautsprache „Esperanto".

Kann man mit Gebärdensprache alles ausdrücken?

Ja. Gebärdensprachen sind zwar visuelle Sprachen, aber sie sind keine Pantomime. Gebärdensprachen verfügen über eine eigene, vollständige Grammatik und konventionelle Zeichen. Man kann sehr wohl auch abstrakte Sachverhalte damit ausdrücken. Die Vollwertigkeit von Gebärdensprachen wurde im Zuge sprachwissenschaftlicher Forschungen bereits in den 1960er Jahren festgestellt. Trotzdem wurde die Gebärdensprache in Deutschland erst durch das Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes 2002 anerkannt.

Wo können Kurse zur Deutschen Gebärdenspra­che besucht werden und wie finde ich entspre­chende Anlaufstellen?

Eine Übersicht finden Sie online unter:
gehoerlosen-bund.de/gebaerdensprachschulen

 

Es gibt auch regionale Anlaufstellen. Hier ein Beispiel:

"Ihr seid hörbehindert oder gehörlos? Ihr habt Lust gemeinsam gegen Barrieren, die hörbehinderte Menschen betreffen, zu arbeiten und kommt aus dem Großraum Erlangen? Dann meldet euch bei uns. Entweder per E-Mail an ina.fischer@erlangen-inklusiv.de oder per Fax an 091319166757 oder auf unserem Anrufbeantworter 091319166756.
Die Kommune Inklusiv Erlangen setzt sich gegen Teilhabeeinschränkungen ein und sucht Experten in eigener Sache. Mehr über das Projekt auf www.erlangen-inklusiv.de"

https://www.facebook.com/ina.fischer.7549/videos/3215428985146444/


Ina Fischer und Felicitas Keefer

Meine Lieblingsband gibt ein Konzert!

Von Ina Fischer

Ina Fischer und Felicitas Keefer
Betreuen die Kommune Inklusiv: Felicitas Keefer und Ina Fischer

... ich möchte hingehen. Für viele Menschen ist das einfach. Sie kaufen eine Karte und gehen hin.

Ich bin blind. Für mich ist das nicht so einfach. Ich kann nicht allein auf ein Konzert gehen. Da kenne ich mich meistens nicht aus. Deshalb brauche ich eine Begleitperson.

Viele Menschen mit Behinderung brauchen eine Begleitperson. Auch für sie gibt es Hindernisse, wenn sie zu einem Konzert möchten. Die Schrift im Programmheft ist oft nicht groß genug geschrieben. Die Sprache ist für manche schwer und der Kartenverkauf im Internet ist oft nicht gut zu bedienen.

Beim Konzert gibt es auch viele Hindernisse. Oft gibt es Stufen, manchmal auch zu wenige Plätze für behinderte Menschen. Es gibt viele Leute, die helfen, solche Hindernisse abzubauen.

In Erlangen gibt es das ZSL und das Projekt "Kommune Inklusiv". Im ZSL gibt es Beratung, wie man Hilfe bekommt.

 

 

Ich arbeite mit Frau Keefer bei "Kommune Inklusiv". Wir helfen besonders Menschen, die schwerhörig oder gehörlos sind und ältere Menschen. Wir reden mit vielen Menschen z. B. mit Politiker*innen. Wir sagen ihnen, was Hörbehinderte und ältere Menschen brauchen. Wir machen auch jeden Monat ein Treffen. Das heißt "Erlangen erzählt". Da kann jeder kommen und mitmachen.

Wann die nächsten Treffen sind, steht auf unserer Homepage erlangen-inklusiv.de

Logo Kommune Inklusiv


Das Logo von Birne7

Digitale Barrierefreiheit

Maximilian Reymann treibt digitale Barrierefreiheit voran
Maximilian Reymann treibt digitale Barrierefreiheit voran.

Für junge Menschen stellen digitale Medien oft keine Herausforderung dar.
Sie sind damit aufgewachsen.
Aber viele Menschen finden digitale Medien schwer.
Das kann viele Gründe haben.
Manche Menschen besitzen keinen Computer oder kein Handy.
Andere Menschen können nicht ins Internet.

Aber oft liegt es nicht an den Menschen.
Die Informationen in den digitalen Medien sind schlecht vorbereitet.
Oft sind Webseiten unübersichtlich.
Oft sind Webseiten in einer anderen Sprache.

Solche Barrieren müssen wir vermeiden.
Es gibt Regeln, an die sich Entwickler*innen halten können.
Das schwere Wort für diese Regeln ist: Richtlinien für Barrierefreie Webinhalte.

 

Eine Regel ist: Es soll Informationen immer in verschiedenen Formen geben.
Zum Beispiel gleichzeitig als Text, Bild und Ton.
Ein tauber Mensch kann die Information lesen und ein blinder Mensch die Information hören.
Das schwere Wort dafür ist: Mehr-Sinne-Prinzip.

Der Verein BIRNE7 arbeitet daran, digitale Barrieren loszuwerden.
Dafür gibt der Verein Vorträge und leitet Arbeits-Gruppen.
Der Verein programmiert auch technische Anwendungen.
Wie zum Beispiel für den Computer oder das Handy.
BIRNE7 möchte Barrieren im Internet abbauen und Menschen mit Behinderung helfen.

Das Logo von Birne7


Cindy Klink

Hören wird überbewertet

Wahrscheinlich komme ich Ihnen bekannt vor, vielleicht auch nicht.

Aufgrund meiner Reichweite über TikTok und YouTube hatte ich oftmals die Chance mit Musiker*innen zusammen auf der Bühne zu stehen und Lieder in Gebärdensprache zu performen.

Cindy Klink übersetzt Musik in Gebärdensprache
Cindy Klink übersetzt Musik in Gebärdensprache

Mein Name ist Cindy Klink und ich bin seit meinem dritten Lebensjahr taubheitsgrenzend schwerhörig - also fast taub. Meine Eltern sind beide gehörlos. Die Leidenschaft zur Musik fand ich durch meine Oma. Sie sang mir täglich irgendwelche Volkslieder vor. Auf YouTube veröffentliche ich öfter Videos, in denen ich Lieder in Gebärdensprache performe, um Hörbehinderten Gehör zu verschaffen, aber auch Hörende zu berühren. Mit meiner Arbeit über Social Media ist mir aufgefallen, dass über die Hörbehinderung viel Unwissenheit existiert und dass ich diese gerne mit meinen Videos über TikTok aus dem Weg räumen möchte. Es tauchen Fragen auf, über die man zunächst schmunzeln muss, bis zu Fragen, die man sich selbst noch nie gestellt hatte, aber wirklich schlau sind. Manche sind unangenehm, andere wiederum nicht und trotzdem beantworte ich sie. Warum?

Um Menschen zu sensibilisieren. Um zu zeigen, dass eine Hörbehinderung uns nur einschränkt im Hören. Im Endeffekt können wir alles, außer hören.

Folgt Cindy bei Instagram: @cindyklink
bei Facebook: @CindyKlink97
oder auf YouTube: @Cindy Klink

 

 

Wie Cindys Arbeit (oft) aussieht seht Ihr hier:

https://www.youtube.com/watch?v=ZTD7WV9L0fg


Petra Ondrusek leitet die Berufsfachschule für Musik

Musik kennt keine Grenzen

Schüler*innen der Berufsfachschule für Musik
Schüler*innen der Berufsfachschule für Musik.

Musik ist eine Sprache, die alle Menschen verbindet. Daher bietet die Berufsfachschule für Musik am bbs Nürnberg (Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte) blinden, sehbehinderten und sehenden Schüler*innen eine musikalische Ausbildung. Damit können sie in einem musikalischen Beruf arbeiten. Schulabgänger*innen können als Bandleader*in bei kulturellen Ereignissen spielen, Musiker*in werden und Auftritte gestalten. Sie können aber auch Unterrichten. Ich bin davon überzeugt, dass blinde und sehbehinderte Menschen einen uneingeschränkten Zugang zu Musik haben. Wir als Schule wollen sie auf ihrem beruflichen und persönlichen Weg unterstützen.

Petra Ondrusek leitet die Berufsfachschule für Musik
Petra Ondrusek leitet die Berufsfachschule für Musik.

Mein Name ist Petra Ondrusek. Ich leite die Berufsfachschule für Musik. Jedes Jahr haben wir freie Plätze an unserer Schule. Deshalb freuen wir uns auf Deine Bewerbung. Es können sich alle bewerben, die Interesse an einer musikalischen Ausbildung haben. Allerdings musst Du die Eignungsprüfung bestehen. Danach kannst Du Dich zur*zum staatlich geprüften Ensembleleiter*in ausbilden lassen. Grundlagen für eine musikalische Ausbildung in den Fachrichtungen Klassik und Rock/Pop/Jazz bekommst Du durch inklusives, gemeinsames Musizieren in Band und Ensemble. Für dieses inklusive Angebot solltest Du Offenheit und Toleranz, sowie viel Freude an Musik mitbringen.


David Günther ist Musiklehrer, blind und Rollstuhlfahrer

Musiklehrer Dave steht auf Ohrwürmer

Hallo, ich bin David.

Man nennt mich auch Dave oder Jamming Dave. Ich bin frische 29 Jahre alt, blind und Rollstuhlfahrer. Blind bin ich seit Geburt, Rollstuhlfahrer erst seit 5 Jahren durch einen Knochenbruch. Ich habe nämlich Marmorknochen, die Vor­stufe von Glasknochen. Tjaaaaa, ich hätte mal mehr Marmor­kuchen essen sollen, oder vielleicht auch nicht. Ich spiele Geige und Klavier. Geige begann ich mit fünf, Klavier dann mit sechs. Singen kann ich allerdings auch, hatte aber bisher wenig Gesangsunterricht, but l'm working on it. Ich schreibe auch meine eigenen Songs, aber cover auch gerne Sachen aus Rock, Pop oder Dance. Außerdem gebe ich selber Musik­unterricht.

David Günther ist Musiklehrer, blind und Rollstuhlfahrer
Musiklehrer David Günther nennt sich lieber Jamming Dave. (c) Initiative Barrierefrei Feiern

Ich höre sehr viel Radio. Radio ist mein Hobby, sowohl hören als auch machen. Ich höre meistens ausländische Sender. Wenn ich einen Track höre und er gefällt mir, kauf ich den. Einfach mal durch die Sender durchzappen und mal gucken, was so läuft, mache ich sehr gerne. Ich bin nicht so der Typ, der sich hinsetzt und ganze Alben anhört irgendwie. Bei mir ist es so, wenn ich einen Song nebenbei höre und er geht mir nicht mehr aus dem Kopf, dann ist er gut.

Für unsere Facebook-Seite hat er nochmal ein Video aufgenommen. Darin erzählt er seine Sicht zur kulturellen Teilhabe und barrierefreiem Feiern. Klickt hier.


Das Soundsgood Team auf einem Festival

„Was ich schon immer mal tun wollte!“ - To Dos in Zeiten von Corona

Von SOUNDSGOOD alias Friedemann Bauknecht & Ruben Bauer

Das Soundsgood Team auf einem Festival
Friedemann Bauknecht (mitte) und Ruben Bauer (rechts) (c) Micha Roth

Das Coronavirus und seine Auswirkungen hat Alle getroffen und sorgt noch immer für viele (Be)Sonderheiten und Einschränkungen. Besonders hart hat es auch unsere geliebte Musikbranche erwischt.
Neben dem Umstand, dass bis vor kurzem aufgrund des „Social Distancing“ schon an Proben oder gemeinsames Musizieren überhaupt nicht zu denken war, ist es auch schon lange kein Geheimnis und kein „Oh-Nein“ oder „Oh-Weh“ mehr, dass ebenso das komplette Live-Geschäft zusammengebrochen ist.
Schon vor Wochen und inzwischen Monaten mussten neben den großen Konzertveranstalter*innen und Festivalorganisator*innen auch alle kleineren Locations und Clubs ihre Türen schließen. Egal ob Singer-Songwriter*in im soziokulturellen Zentrum, Newcomer-Indie Band im Musikclub oder Sinfonieorchester im Konzertsaal – alle saßen aufgrund der Pandemie bisher im gleichen Boot. Nicht zuletzt aufgrund der großen wirtschaftlichen Bedeutung von Konzerten und Liveauftritten, bringt diese sogenannte „Krise“ für viele Musiker*innen damit existenzielle Fragen mit sich.

Da jedoch bekanntlich „lamentieren nichts hilft“, wie es im Volksmund so schön heißt, stellt sich die Frage nach den Chancen und Möglichkeiten in Zeiten von Corona. Auch wenn die Lage zunächst düster erscheint, eröffnen sich auf den zweiten Blick viele Möglichkeiten an seiner Karriere weiterzuarbeiten und sich für die Zeit nach den Kontaktbeschränkungen ideal aufzustellen. Bestimmt hat jede*r auch schon eigene (neue) Rituale oder einen sinnvollen Zeitvertreib für sich entdeckt (Teilen & weitere Anregungen erwünscht), ein paar Anregungen wollen wir hier jedoch noch geben:

Livestreaming – die Alternative zum analogen Konzert

Die größte Begriff-Konjunktur neben dem „C“-Wort, erlebt im Musikbusiness wohl das: Livestreaming. Es scheint zunächst ein logischer und zeitgemäßer Gedanke zu sein, Livekonzerte statt in den Konzertsaal, auf die virtuelle Bühne zu bringen. Jede*r Nutzer*in eines Sozialen Mediums kommt derzeit nicht an täglichen Mini-Konzerten aus den Clubs der Republik, allem voran aber Wohn- und Schlafzimmern, vorbei. Die aufstrebende Streaming-Kultur hat wie so vieles seine Fans und auch Gegner*innen.
So einfach und praktisch der Insta- oder Facebook-Livestream auch ist, so sehr gibt es auch Hürden zu nehmen und Probleme zu erkennen, will man dieses Medium wirklich nachhaltig nutzen und die zuvor erwähnten Livestream-Gegner*innen minimieren oder gar vom Gegenteil überzeugen.
Die Vorteile liegen aber klar auf der Hand. Man kann weiterhin mit seinen Fans in Verbindung treten, (zusammen) musizieren und auf seinen Social-Media-Kanälen Content liefern.
Zwar gibt es aktuell eine sehr große Fülle an Streaming-Angeboten, sodass es schwer ist wirklich wahrgenommen zu werden, doch geht man dabei mit einem Promoplan, Geschick und den richtigen Partner*innen ans Werk, kann das ganze durchaus einen erfolgreichen Promo-Effekt für die Band und/oder das dahinter stehende Projekt/Festival/Event haben.
Auch wenn die Solidarität von Fans und Kulturliebhaber*innen in den letzten Wochen häufig sehr beeindruckend war, ist es dennoch nicht leicht, einen Livestream zu monetarisieren, je nach Aufwand gar zu finanzieren. Daher und vor Allem auch wegen des notwendigen technisch-filmischen Knowhows (vom Equipment und der zuvor erwähnten Promo ganz zu schweigen), ist die Wahl des oder noch besser der richtigen Partner*innen hier ein wichtiger Punkt.
Recherchiert einfach mal etwas im Netz und startet euer Livestream-Konzert-Booking: . Viele Veranstalter*innen supporten gerne lokale Künstler*innen, sodass dort gute Chancen bestehen einen Slot zu erhalten. In Nürnberg und Umgebung kann hier beispielhaft der Club Stereo und auch Stream Forward vom N2025 Bewerbungs-Büro genannt werden. Bundesweit ist hier zum Beispiel die Plattform Dringeblieben hervorzuheben.

Zukunftsgedanken: Neben tollen neuen Kontakten, die sich so vielleicht auch für die Post-Corona-Zeit ergeben, kann man häufig direkt auch gutes Videomaterial für die zukünftige Promo- und Booking-Arbeit gewinnen. Darüber hinaus lohnt es vermutlich, sich grundsätzlich mal mit der Thematik des Livestreamings beschäftigt zu haben und ein Grundverständnis dafür zu entwickeln, wie Livevideos auf Facebook und Co. funktionieren. Wer weiß, welche Rolle Streaming auch über die Corona-Zeit hinaus spielen wird?

Songwriting/Recording – sich auf Musik besinnen

Für diejenigen, für die Livestreaming nichts ist oder aufgrund technischer oder finanzieller Gründe nicht umsetzbar bleibt, gibt es dennoch auch andere Möglichkeiten die Corona-Zeit zu nutzen.
Wessen Musik nicht per Livestream „funktioniert“, wer seine Show den Bedingungen nicht anpassen will oder kann oder einfach nicht vor Kameras statt sichtbarem Publikum spielen will, kann sich ganz klassisch auf die Zeit „nach“ Corona (oder zumindest nach den aktuellen Einschränkungen) vorbereiten. Das sollte oder kann nicht nur auf musikalischer Ebene geschehen, bietet sich aber gerade vielleicht für die eine oder den anderen an.
Es ist sicher davon auszugehen, dass es wieder Zeiten geben wird, in denen eine gewisse Normalität vorherrschen wird und so kann es bestimmt hilfreich sein, dann auch musikalisch wieder voll dabei zu sein. Wieso also nicht an Texten feilen, neue Songs schreiben, Demos aufnehmen oder gar ein neues Album produzieren? Hört sich „Album-Release Tour“ nicht wie Musik in euren Ohren an?

Merchandise – Fans Möglichkeiten des Supports bieten

Da jedoch Recording, Mixing/Mastering, Artwork und vieles, was mit einem Release zusammenhängt, Kosten verursacht, gibt es auch Möglichkeiten sich mit alternativen Einkünften in Corona-Zeiten zu beschäftigen.
Eine Möglichkeit dabei: Merchandising.
Während CDs und T-Shirts wohl zum Standard-Merch-Repertoire vieler Bands gehören, wird wohl häufig unterschätzt, dass dieses Thema noch viel mehr Potential birgt. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass Fans gerne ihre Lieblingskünstler*innen unterstützen, jedoch in Zeiten der Digitalisierung und dem Verschwinden von PC-Laufwerken nur noch wenige etwas mit einer CD anfangen können und auch das T-Shirt-Fach oft schon voller Band-Shirts ist. Entsprechend bedarf es etwas mehr an Kreativität. Es sollte Merch kreiert werden, der zum Stil der Band und der Lebenswelt der Fans passt. Merch der im besten Fall eine weitere Funktion (als lediglich Band-Merch zu sein) erfüllt, dies aber nicht zwingend muss. Benchmarking lohnt sich, die eigene Kreativität zählt jedoch noch viel mehr.
Dennoch ein paar Beispiele zur Anregung: Die Punkrock-Band Schmutzki verkauft an ihre Fans Bierdeckel, der Indie-Pop-Adventurer Dominik Baer, bietet neben CDs und Vinyl auch Kunstdrucke der Gemälde zu seinen Singles an und das Groove-Trio RSxT, verscherbelt ihr Markenzeichen: Band-eigene Baseball-Caps.
Gutes Merchandise lohnt sich nicht nur während der Corona-Trockenpause, sondern auch dann, wenn es wieder auf die Bühnen der Welt geht.

„(E)PK“ Überarbeiten

Seit dem 15.06 sind auch wieder kleinere Konzerte mit bis zu 50 Zuschauer*innen und entsprechenden Abstandsregeln in Bayern gestattet. Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass auch bald wieder das aktive Konzert-Booking an Fahrt aufnehmen wird.
Da empfiehlt es sich doch jetzt besonders - falls noch nicht geschehen - ein aussagekräftiges PK (englisch: Press Kit) oder EPK (englisch: Electronic Press Kit) zusammen zu stellen oder zu überarbeiten.
Ein Press Kit ist eine, in einer Mappe oder zumindest in einem Dokument zusammengestellte (EPK-online zusammengestellte) Ansammlung von Informationen und Links über eine Band. Hier sollen Veranstalter*innen oder Promoter*innen alle nötigen Informationen zu euch finden, ohne sich alles Wissenswertes oder gar Notwendiges mühsam von verschiedensten Plattformen zusammensuchen müssen. Da die meisten Kreativschaffenden häufig sehr beschäftigt sind, sollte alles perfekt und übersichtlich vorbereitet sein. Ein gutes EPK erhöht eure Auftrittschancen und Promo-Erfolge.
In einem guten Press Kit findet man Grundsätzliches zu euch und eurer Musik, unter anderem auch eine Biografie, gute und aktuelle Bilder, Rezensionen und Links zu aktuellen (Live-)Videos und eurem Online-Auftritt.

Weiteres

Neben diesen vier Aspekten gibt es eine große Fülle an weiteren Aufgaben und Möglichkeiten, die in Zeiten von Corona angegangen werden können. Es lohnt sich, kritisch die verschiedenen Bereiche des eigenen Projekts zu analysieren und zu überlegen, was für die individuelle Situation gerade am wichtigsten ist. Das kann neben den hier genannten Dingen auch die Überarbeitung der Homepage, die Erstellung eines Business-Plans oder eine aktive Beschäftigung mit dem Thema Booking sein. Zu den „Dos & Don’ts“ des Themas Booking geht es hier.

 

Soundsgood? Soundsgood!

...das ist was sich die zwei Gründer von SOUNDSGOOD sagten, als sie zusammen über die Idee eines gemeinsamen Unternehmens sprachen. Die Idee: Eine Booking-Agentur mit neuer, innovativer Musik zwischen Pop und Jazz, bei der Künstler*innen im Mittelpunkt stehen und der nachhaltige Erfolg, auch im Zusammenspiel mit Veranstalter*innen, gesucht wird.
Neue Konzerterlebnisse, berauschende Momente und inspirierende Denkanstöße sind, was die Künstler*innen der SOUNDSGOOD-Familie vereint und ganz besonders machen.
Zudem beraten die Kulturmanager Kulturinstitutionen von kreativen Konzeptideen bis hin zu Marketing-Strategien. Auch unterstützt das Jung-Unternehmen Kulturschaffende in ihrer Arbeit und übernimmt Aufgaben in vielen Bereichen, wie der Tourplanung, Produktion, oder Programmation.
Dabei steht im Vordergrund immer der Win-Win-Gedanke und die Bereicherung der Kulturlandschaft. Als Vorbild für die Gesellschaft prägt und weist Kultur auf Missstände hin. Nicht anders verhält es sich für die entsprechenden Kulturinstitutionen, wo Gewinnmaximierungsgedanken keine Rolle spielen sollten. Soundsgood möchte hier einen positiven Trend in eine positive Richtung setzen.
Soundsgood soll am Ende vor allem auch das sein, was das Publikum zu Ohren bekommt.
Mehr Musik - Mehr Künstler*innen - Mehr Spaß

Soundsgood? Soundsgood!

Soundsgood Logo

Booking | Cultural Consulting | B2B Services


Gleb Lasarew gibt Euch eine Einführing in Ableton Live

Ableton Live mit Gleb Lasarew

Ableton Live hat sich in den letzten zwanzig Jahren seit seinem Erscheinen zu einer der wichtigsten Audiosoftwares der Profi-Branche gemausert. Genutzt wird Ableton von Live-Künstler*innen wie Bands oder DJs, aber auch zur Produktion von Musikstücken, wie man es von einer herkömmlichen DAW gewohnt ist. Mit dieser Kombination und der ständigen Weiterentwicklung durch das Berliner Unternehmen Ableton stellt sich das Programm ziemlich einzigartig dar.

Es lohnt sich also, Ableton zumindest in Grundzügen verstanden zu haben. Gleb Lasarew vom Nürnberger Studio Ghost City Recordings hat für Euch einen 60-minütigen Workshop zusammengestellt, der Euch ziemlich schnell erklärt, für was Ihr Ableton Live nutzen könnt, wie das geht und welche Schritte Ihr als Anfänger nehmen solltet.

https://youtu.be/dEnuFjWObYw


Titelbild Dos und Donts

Wie werde ich öfter gebucht? Die Dos & Don'ts beim Anschreiben

Raus aus dem Proberaum, rauf auf die Bühne! Leichter gesagt als getan. Veranstalter*innen bekommen jeden Tag zig Anfragen für Ihre Clubs und Festivals. Dieser Guide führt Dich durch die Dos und Don’ts der Anschreiben für Booker*innen.

Wir haben einige Booker*innen und Veranstalter*innen aus der Region gefragt, was sie sich wünschen, wenn Bands und Künstler*innen sie anschreiben. Die witzigsten Zitate und Kernaussagen ihrer Antworten haben wir in kleine Bildchen gepackt.

Hier findet Ihr noch einen Link zu einer Vorlage für ein Anschreiben, an der Ihr Euch orientieren könnt. Mille Grazie an dieser Stelle an Chris von innerlichelvis.de, der sich auf Bandmarketing- und Booking-Beratung spezialisiert hat. Er bietet übrigens auch Online Booking Bootcamps an. Schaut Euch bei ihm um.

1. Bevor Du Dich an den PC, den Füllfederhalter oder die Spracheingabe setzt, solltest Du den ersten grundlegenden Tipp beherzigen: Erst Gitarre stimmen, dann Anschreiben verfassen.

Hinter dieser siebengescheiten Aussage steckt die Erkenntnis, dass manche Künstler*innen sich ein bisschen zu sehr auf das Live-Game freuen. Manchmal achten sie dabei nicht auf die Feinheiten des eigenen Auftritts. Zuerst solltest Du Dir also ganz sicher sein in dem, was Du präsentieren möchtest.

2. Die richtige Person adressieren

Zuerst einmal musst Du Mailadressen suchen und finden. Hast Du schon einen Verteiler, achte darauf, dass er aktuell ist. Einige Veranstalter*innen ändern aufgrund der vielen Anfragen immer wieder ihre Mailadressen. Google lieber ein bisschen mehr, am Ende sparst Du Dir die Frustration, ein Anschreiben umsonst verfasst zu haben.

Danke Hendrik Meier @Primaprima Booking

3. Welche Stadt

Wenn Du Dich nicht gerade auf Festivals oder als Support für eine bestimmte Band bewirbst, gibt es Sinn zu überlegen, in welcher Stadt Du spielen möchtest. Wichtig dabei: Überspiel Dich nicht. Auch nicht in Deiner Homebase. Da besteht die Gefahr, immer das gleiche Publikum zu bespielen. Bleib spannend und such Dir Venues an anderen Orten. Dann spielst Du auch viel lieber wieder zu Hause.

Danke Sarah Lohr @Luise und @Arsch und Friedrich

4. Welche Läden

Wenn Du einen Club anschreibst, sei Dir sicher, dass Deine Musik auch zum Genre passt. Manche Veranstalter*innen haben sich auf Metal spezialisiert, während andere eher Indie-Pop buchen. Man kann zwar auch zu Indie-Pop eine Wall of Death einreißen, aber es ist einfach nicht das Gleiche.

Danke Sabine Tipp @Kopf und Kragen

5. Für was bewirbst Du Dich? Sei spezifisch und informiert.

Klar. Du willst spielen. Diese Info allein ist aber oft nicht ausreichend. Mach’s deinem Gegenüber leicht und such Dir Konzertreihen raus, in die Du passen könntest. Oder frag gezielt nach Bands aus dem Programm, für die Du gerne Vorband sein würdest. Überlege Dir, wie Du in den jeweiligen Veranstaltungsort passen könntest. Booker*innen ersparst Du damit Zeit zu überlegen, was sie mit Dir anstellen könnten. Und jeder weiß, Zeit ist knapp im Booking-Business.

Kümmere Dich auch früh genug um Konzerte. Viele Veranstalter*innen buchen 6-9 Monate im Voraus. Und wenn die Slots voll sind, wird es meistens schwierig, noch eine Band unterzubringen. Der frühe Vogel… naja. Aber hier kann das teilweise stimmen.

Danke Lorena Seipp @Kulturzentrum E-Werk

6. Der Ton macht die Musik

Dieser Punkt scheint selbsterklärend. Trotzdem neigt man bei Anschreiben oft dazu, zu arschkriechend oder zu übertrieben zu sein. Üb Dich darin, ziemlich genau über Deine Musik sprechen zu können. Vergiss die Floskeln der Musikpresse, finde Deine eigenen Worte. Bleib freundlich, konzentriere Dich auf Deine Stärken und versuche sie so gut es geht in Worte zu fassen.

Danke Andreas Klenk @Musikzentrale MUZ

7. Seid Euch Eurer Position bewusst

Setze am besten Deine Ansprechpartner*innen nicht unter Druck. Selbst wenn Du glaubst, dass Du wie die Faust auf’s Auge in den Club passt. Am Ende müssen die Veranstalter*innen Dich gut und passend finden. Nicht andersrum. Das gibt auch Sinn, da sie ihre Locations und Gäste am besten kennen. Lass Deine Uniqueness und Deine Kunst für Dich sprechen. Das sollte Dein Aushängeschild sein. Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, was das ist, finde es heraus. Am Ende kann das zur fruchtbarsten Quelle in deinem Musiker*innendasein werden.

Danke @Kunstkeller o27

8. Die Metapher ist ein zweischneidiges Schwert

Du bist Künstler*in. Die Veranstalter*innen tun sich aber schwer in einer E-Mail den philosophischen Überbau Deiner Musik zu verstehen. Das können sie auch, nachdem sie Dich gebucht haben. Pack alle Deine Infos übersichtlich, knapp und leicht verständlich in eine ansprechende Nachricht.

Praktisch ist ein sogenanntes EPK – ein Electronic Press Kit. Das ist eine Landingpage, die übersichtlich Eure aktuelle Musik zeigt, eingebettete Videos und Bandinfo/Pressetext beinhaltet. Gerne auch die bisher gebuchten Konzerte. Packt diesen Link in Eure Mail und verzichtet auf Anhänge und tausend Weiterleitungen, die am Ende verlorengehen oder verwirrend sein können.

Danke Jan Bratenstein @Sing In uvm.

9. Präsentiert Euer Produkt bestmöglich

Bilder sind die Währung unserer Zeit. Je schneller der visuelle Eindruck Dein Gegenüber anspricht, desto besser. Natürlich kann es ein Stilmittel sein, viel Trashfaktor in seinen Videos zu verwenden. Meistens merkt man aber, ob dahinter fehlende Professionalität steckt oder ein genialer Gedanke. Habt also ein paar repräsentative Videos Eurer liebsten Songs auf YouTube parat. Gute Videos lassen sich auch hervorragend auf Facebook, Instagram oder in einem Newsletter teilen – wahrscheinlich die wichtigsten Marketingtools der Veranstalter*innen.

Danke Lorena Seipp @s. o. und Sebastian Vieth @Vorstadt Sound Festival und Obacht!

10. Bemüht Euch wie ein*e ehrenhafte*r Onna-bugeisha/Samurai

Disziplin ist selten als Schriftzug auf Armen von Musiker*innen tätowiert. Booking hat aber eher wenig mit Musik zu tun, sondern mit viel Fleiß, guter Vorbereitung und Durchführung. Erinnert Euch also grade in diesem Bereich an Einfachheit, Struktur und Ästhetik. Ein*e Booker*in möchte gerne in kurzer Zeit Eure beste Seite sehen. Das Aussehen Eures Texts kann also dazu verleiten, sich mit Eurer Musik zu beschäftigen, aber auch davon abhalten. Den Vergleich mit japanischen Idealen von Ganzheitlichkeit habe ich hier also nicht ganz zu Unrecht bemüht.

Danke Michael Beigel @Weinturm Open Air


NBG HipHub Festival zeigt wie Community geht

Von 15. Mai bis 7. Juni feiert die Nürnberger Hip-Hop-Szene ein Festival, bei dem man sich wünscht, dass es nach dem Shut-Down noch einmal so stattfindet. Auf twitch streamt NBG HipHub aus verschiedenen Clubs in Eure privaten Home-Discos. Statt Eintritt soll über die paar Wochen Spielzeit via startnext 10.000 Euro Spenden gesammelt werden. Denn erklärtes Ziel des Ganzen ist der Erhalt der Nürnberger Live- und Subkultur in Form des Vereins Kulturliga. Dazu unterstützt NBG HipHub soziale Institutionen, die gerade in Corona-Zeiten für unsere Gemeinschaft wichtig sind: Die alternative Jugend- und Drogenhilfe mudra und die Nürnberger Stadtmission. Die Roots der Hip-Hop-Kultur sind hier im Füreinander schonmal klar erkennbar.

Knapp dreißig Live Acts, DJ Sets, Partys, Home Sessions und vieles mehr haben die Organisator*innen mobilisiert, die in verschiedenen Locations in Nürnberg auflegen, rappen, Beats basteln, sprayen, tanzen und Hip Hop repräsentieren werden. Stein des Anstoßes der Aktion und Teil der Gruppe junger Subkulturbegeisterter ist Alba Wilczek, Journalistin, Kulturmacherin und seit einigen Jahren als DJ in der Szene etabliert. Seit Teeniezeiten hört und liebt Alba Hip Hop, begeistert sich für die Szene, die in weiten Teilen und grade in Nürnberg immer noch Subkultur ist. „Viele Leuten denken, das ist Gangstarap und Sexismus“, sagt mir Alba beim Interview. „Das ist aber nur ein kleiner Teil dieser schönen Kultur, die viel mehr Facetten bietet als das, was man im Mainstream hört und sieht.“

Alba Wilczek stemmt mit Freund*innen und Bekannten ein extrafeines Hip Hop Festival. (c) BR/Max Hofstätter

In der Hip-Hop-Szene fühlt sie sich sehr wohl. Sie sieht in der Region extrem viel Talent verteilt. „In den letzten Jahren hat sich unheimlich viel getan. Releases, Newcomer*innen, neue Parties und ganz viel Bock was Neues zu machen.“ Clubbing und Musik feiern ist auch 2020 ein wichtiger Bestandteil der Identität vieler Menschen. Alba und ihre Kolleg*innen haben sich zur Aufgabe gemacht, das zu erhalten und wieder ein bisschen mehr sichtbar zu machen. „Wir hoffen, dass Leute das Line-Up auschecken, ein paarmal einschalten, es gut finden und spenden“, wünscht sich Alba.

Diverses lokales Line-Up
mit Stargästen

„Und natürlich hoffen wir auch, dass Leute sehen, was hier abgeht in Sachen Hip Hop. Wir haben ein richtig gutes Line-Up aufgestellt, Männer und Frauen. Auf Werte wie wenig Sexismus, Toleranz, Offenheit haben wir geachtet. Ansonsten haben wir den Künstler*innen natürlich Freiheit gegeben, einfach zu performen.“ Aus den Locations Harlem Bar, Hey Hey Bar, Arsch & Friedrich, Z-Bau, MUZ, Desi und im Fürther Zett Neun wird ein Club Friday gestreamt, der seinen Fokus auf DJ Sets legt. Schließt am besten Euren Laptop an die guten HiFi-Boxen und dreht auf. Samstags liefern Live-Acts Auftritte von der feinsten Sorte ab und präsentieren ihre Songs und Skills. Für die Sonntage haben sich die Macher*innen immer ein spezielles Programm ausgedacht. Zum Beispiel streamt Euch das Fürther Beat Café aus dem Zett Neun einen gemütlichen Sonntagnachmittag ins Haus. Unter der Woche gibt es Home-Sessions, bei denen Künstler*innen sich direkt aus dem Wohnzimmer an Euch wenden. Als wäre der Kalender damit nicht schon obergeil genug, haben Alba und Co. Stargäste aus fernen Landen rangeschafft. Der erfolgreiche Beat-Macher Ticklish wird am 18.05. eine Session streamen und die ebenfalls in Berlin sitzenden Veranstalter*innen der Party Moralisch Flexibel lassen ihre Fete über den NBG-HipHub-Stream steigen.

Bei Hip Hop geht's um die Community

„Spirit von Hip Hop war immer, Leute zusammen zu bringen, auf Missstände aufmerksam zu machen und was dagegen zu tun“, sagt Alba, womit sie gerade 2020 im Hinblick auf die Club-Kultur ziemlich ins Schwarze trifft. Die Hip-Hop-Community in Nürnberg ist groß und divers. „Ich finde es schön, durch das Festival dem einen Rand der Szene mal den anderen Rand vor Augen zu führen. Der ein oder andere Act hat bestimmt noch nicht von allen gehört. Und wir wollen auch den anderen Leuten zeigen, dass es hier echt ne große hiesige Szene gibt.“

Die vier Elemente des Hip Hop in einer Grafik dargestellt: Tanz, DJing, Spraying, Rapping.
Die vier Elemente des Hip Hop sind auf dem NBG HipHub wichtig.

Um die vier klassischen Elemente des Hip Hop zu vervollständigen, finden im Rahmen des NBG HipHub auch Graffiti- und Spray-Aktionen statt. Tänzer*innen wollen die Organisator*innen im Rahmen einer Tik-Tok-Challenge eine Bühne bieten, bei der Hip-Hop-Tanzkultur gefeatured wird.

Alba freut sich vor
allem darauf, den beteiligten Acts mal wieder eine Möglichkeit zu bieten, live
zu spielen. Equipment aufbauen, Visuals im Hintergrung zu haben, im Club zu
stehen, abzuliefern. Natürlich ist das ohne Publikum nicht das gleiche, aber
hey: NBG HipHub macht schonmal das beste draus. Machen wir also mit.

Hier die Streaming-Seite: https://www.twitch.tv/nbghiphub?fbclid=IwAR1cfmT4wPd30g78IUhYyFnFSCSXXASc8lLv6yoQPXwmvcO8XCbsS8V2KUk

Hier die Spendenaktion: https://www.startnext.com/nbghiphub-online-festival?fbclid=IwAR3EqrgSwvDs8Bk3X2p4mbBfY-APBz4p0lEhVc_BNz0tVorV87RG5wA-JRY

Facebook: https://www.facebook.com/nbghiphub/

Instagram: https://www.instagram.com/nbghiphub/